Kolumne Apropos Die zwei Seiten einer Medaille

Es geht ein Riss durch unsere Gesellschaft. Nein, ich spreche an dieser Stelle nicht von politischen Ansichten, ich denke dabei an die Einstellung zur Fastnacht – hier spaltet sich das Land. Die einen lieben die närrische Zeit, andere suchen bei diesem Thema das Weite.

Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz

Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz

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Das geht auch mir so. Die Faszination der Faasend hat sich mir nie so ganz erschlossen. Verstehen Sie mich nicht falsch. Die närrische Session, die mit der Straßenfastnacht ihren Höhepunkt erreicht hat, ist eine Höchstleistung von ungezählten Akteuren, die teilweise minutiös monatelang vorbereitet wurde. Ausgefallene Motivwagen bei den Umzügen, schlagfertige Reden in der Bütt, mühevoll einstudierte Choreografien der Garden und aufwändig dekorierte Festhallen und Bühnen lassen auch mich respektvoll staunen. Das sind wahre Gemeinschaftsleistungen. Als Zeitungsmensch gibt es vor der Faasend kein Entkommen, wie Sie aktuell in geballter Form in unseren Ausgaben sehen können; als Nicht-Fastnachter keine leichte Kost. Dennoch wünsche ich allen Närrinnen und Narren ein grandioses Sessionsfinale. Für mich persönlich aber gilt: Egal ob Fasching, Fastnacht oder Karneval, für mich bleibt‘s jedes Johr e Qual, Tätä – Tätä – Tätä!

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