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Uniklinik Homburg sieht keinen Mangel an Schutzausrüstung

Kostenpflichtiger Inhalt: Erster Patient aus Frankreich wurde zurückverlegt : Uniklinik sieht keinen Mangel an Schutzausrüstung

Das UKS habe „gegenwärtig genügend für den bedarfsgerechten Einsatz“, so der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Wolfgang Reith. Ein erster Patient sei zurückverlegt worden, die zwölf infizierten Mitarbeiter hätten sich allesamt nicht bei der Arbeit am Uniklinikum angesteckt.

Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg behandelt derzeit 15 Corona-Patienten. Wie der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKS, Prof. Dr. Wolfgang Reith, auf Anfrage erklärt, stammten diese primär aus dem Saarland. Wie berichtet hatte das UKS am 24. März fünf Patienten aus der Region Grand Est aufgenommen, um Nachbarschaftshilfe gegenüber Frankreich zu leisten. Reith spricht nun von sechs Personen und ergänzt: „Diese französischen Patienten sind bislang größtenteils stabil, eine einzelne Entlassung zurück nach Frankreich konnte stattfinden.“

In den Reihen der Mitarbeiter habe man zwölf Corona-Infizierte. Alle hätten sich nicht im Zusammenhang mit der Patientenversorgung angesteckt. „Die Quarantäne bei den positiv-getesteten Kollegen wurde vom jeweils zuständigen Gesundheitsamt – nicht vom UKS als Arbeitgeber – verfügt“, erläutert Reith. Die zwölf seien „aktuell selbstverständlich nicht im Einsatz“. Anders als der Oberarzt der UKS-Kinderklinik, der sich als Erster überhaupt im Saarland mit dem Virus infiziert hatte. Nachdem bei ihm die Testung nach der Quarantäne wieder negativ ausfiel, trat er seinen Dienst wieder an.

Wie sieht es am UKS hinsichtlich Schutzausrüstung aus? Es sei „gegenwärtig genügend für den bedarfsgerechten Einsatz vorhanden“, antwortet Reith. Mehrere Initiativen basteln indes aktuell Mundschutz etwa für die Kinderklinik am Uniklinikum (wir berichteten).

Um sich auf die Situation vorzubereiten, habe das UKS die Hygienemaßnahmen erweitert, dazu habe es bei den Stationen und Bereichen Umstrukturierungen gegeben, die  diese für sich umgesetzt hätten. Besuche waren schon am 16. März bis auf Ausnahmefälle ausgesetzt worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte  das UKS auch medizinisch nicht-dringliche Eingriffe und Behandlungen ausgesetzt und das OP-Programm und die Belegung somit reduziert. „Unsere Beschäftigten werden durch verschiedenste Maßnahmen informiert: Es gab zu Beginn Informationsveranstaltungen, wir haben ein allgemeines Informations-Video gedreht, das auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde, es wird von Experten vor Ort geschult, es werden Flyer und Plakate zu diversen Themen entworfen und verteilt, es gibt Rundmails und Aushänge, die Kollegen erhalten regelmäßig einen internen Lagebericht“, schildert Reith.

Wie stellt das UKS insbesondere sicher, dass genügend Pflegepersonal parat steht, wenn die Arbeitsverdichtung wie erwartet noch drastisch zunimmt? Hier gebe es  „temporäre Aufstockungen bei Teilzeitkräften, Personal wird umstrukturiert, es gibt unterstützendes Personal der Universität des Saarlandes, Studierende und andere Interessierte haben sich bei der Online-Plattform des UKS zur Unterstützung angemeldet“, erklärt der Ärztliche Direktor.