TV Homburg triumphiert über eine schwache HSG Völklingen

Handball-Oberliga : TV Homburg triumphiert über schwache Völklinger

Das dritte Saar-Derby der Handball-Oberliga brachte einen stolzen Sieger hervor – und einen am Boden liegenden Verlierer.

Seit Wochen läuft es nicht mehr bei Handball-Oberligist HSG Völklingen. Sechs Spiele infolge konnte die Mannschaft, die anfänglich als Überraschungsmannschaft der Liga galt, vor dem Saar-Derby, welches am vergangenen Samstag in der Hermann-Neuberger-Sporthalle in Völklingen stattfand, nicht mehr gewinnen. Der TV Homburg, als Vorletzter zu besagtem Derby angereist, stürzte die HSG noch weiter in die Krise. „Wir haben letzte Woche den Sieg geholt gegen die TSG Friesenheim. Dementsprechend war die Motivation da. Das hat man von der ersten Sekunde gemerkt“, berichtet Rückraumspieler Niklas Eberhard. Homburg schnappte sich nach 1:13 Minuten die Führung durch Eberhards Rückraum-Kollegen Robin von Lauppert und gab sie bis zum Ende nicht mehr ab. „Wir wollten den Sieg und waren bereit dafür zu kämpfen. Am Anfang waren wir vielleicht noch ein bisschen nervös, das haben wir aber schnell abgelegt“, meinte Eberhard, der ausführte: „Die Abwehr hat verdammt gut gestanden. Und Maximilian Loschky im Tor hat echt gut gehalten.“ Von den Gastgebern war vor rund 150 Zuschauern offensiv rein gar nichts zu sehen. Ihr erster Treffer fiel nach über vier Minuten – was sich noch im Rahmen bewegt hätte, wären im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nicht nur magere fünf Tore hinzugekommen. Viel zu wenig, um ansatzweise mit Homburg mitzuhalten, bei denen Eberhard und von Lauppert einen sehr guten Tag erwischt hatten. Gemeinsam sollten sie auf 17 Tore kommen, „Ebbe“ war mit zehn Toren erfolgreichster Schütze. „Wir haben uns darauf vorbereitet, was kommen würde. Dass wir weniger über den Kreis spielen sollten. Und mit Robin neben mir läuft das gut. Wenn die Mitspieler Lücken reißen, ist das für mich einfacher, die Tore zu machen“, lobte der wurfgewaltige Schütze seine Kollegen. Sein Tor zum 14:6-Pausenstand war bereits sein siebter, erfolgreicher Versuch. Zu diesem Zeitpunkt war alles entschieden. Völklingen war völlig von der Rolle und leistete fast keine Gegenwehr. Für ein wirksames Aufbäumen war es längst zu spät. Über 18:8, 21:11 und 24:14 spielte Homburg sicher dem 27:18-Sieg entgegen. „Sie spielen momentan tierisch unter ihren Möglichkeiten. Ich kann mir das auch erklären“, wirkte auch der Ex-Völklinger Eberhard erstaunt und ratlos über die schwache Leistung der HSG.

Ähnlich wichtig wie die Tatsache, dass der TV Homburg die Hinrunde mit einem nicht unbedingt erwarteten Sieg abschließen konnte, war, dass der direkte Konkurrent im Abstiegskampf, der Tabellenletzte TSG Friesenheim 2 (1 Punkt), am Samstag zu Hause den Sportfreunden Budenheim mit 34:40 unterlag. Vor dem 15. Spieltag trennte beide Mannschaften ein Punkt. Homburg konnte seinen Vorsprung als 15. auf drei Punkte ausbauen. Im Abschlussspiel des Jahres erwartet der TVH am Samstag den TV Offenbach in der Sport- und Spielhalle Homburg. Anwurf der Partie gegen den Vierten der Oberliga ist um 18.30 Uhr. Die HSG Völklingen tritt als Zehnter mit zwölf Punkten weiter auf der Stelle, hat aber vor der Winterpause noch einmal die Möglichkeit, die Negativ-Serie zu beenden: am Samstag, wenn sie um 18 Uhr den Achten der Oberliga, den TV 05 Mülheim, in der Hermann-Neuberger-Sporthalle empfängt.

Tore für die HSG Völklingen: Niklas Hoff (5), Adrian Cristescu (3), Thomas Jung (3/1), Marius Merziger (3), Alexander Saunus (2), Norbert Petö (1), Laurin Poro (1). Tore für den TV Homburg: Niklas Eberhard (10/2), Robin von Lauppert (7/2), Philipp Daume (4), Muhamet Durmishi (4), Michael Mathieu (2).