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TV Homburg belohnt sich gegen Eckbachtal nicht

Handball : TV Homburg belohnt sich nicht

Eine vernünftige Leistung des TV Homburg reicht nicht für den dritten Saisonsieg. Im Oberliga-Spiel gegen die HSG Eckbachtal entscheiden Kleinigkeiten über den Ausgang.

Ein Blick in die Gesichter der Spieler des TV Homburg fasste am Samstagabend 60 Minuten Oberliga-Handballspiel zusammen. In ihrer Mimik machte sich eine Mischung aus Frust, Enttäuschung und Unverständnis breit. Schon wieder belohnte sich der Handball-Oberligist nicht für eine gute Leistung. Dabei war der dritte Saisonsieg zum Greifen nah. Genau das Gegenteil spielte sich bei den Gästen der HSG Eckbachtal ab. Die jubelten nach dem Schlusspfiff und sprangen vor Freude. Sie feierten und jubelten weiter. „Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren“, klagte Trainer Jörg Ecker und monierte zu schwaches Verhalten in Eins-gegen-Eins-Situationen, vor allem in Halbzeit eins.

Am Ende waren es Kleinigkeiten, die dem TV Homburg den zweiten Heimsieg zunichte machten, für den er sich vor 70 Zuschauern in eine so gute Ausgangslage gebracht hatte, obwohl er mit einem Tor Rückstand (15:16) in die Pause gegangen war. Ausgerechnet in der vorher noch fehleranfälligen Abwehr arbeitete der Mittelblock um Roman Kolepp und Alexey Wetz mit flinker Beinarbeit und gutem Timing gegen den Eckbachtaler Rückraum und legte die Grundlage für eine Führung Mitte der zweiten Halbzeit. Dahinter stabilisierte Tobias Krumm im Tor die Abwehr durch eine ganze Reihe an Paraden. Auf der anderen Seite fasste sich in doppelter Unterzahl Rechtsaußen Philipp Daume ein Herz, stieg über den Rückraum hoch und haute den Ball zum 23:20 ins Tor (46. Minute). Selbst knapp zehn Minuten vor Spielende beim 25:23 durch Spielmacher Wetz sah noch alles gut aus für Homburg. Doch so langsam machte sich die Müdigkeit bei den Gastgebern bemerkbar, bei denen Wetz und Kolepp auf beiden Seiten des Feldes fast über die gesamte Spielzeit arbeiten mussten. Zu fünf Zeitstrafen und acht Siebenmetern gegen Homburg – die HSG kam mit zwei Zeitstrafen aus und durfte achtmal an die Siebenmeter-Linie treten – kam zu allem Übel noch eine Menge Pech hinzu. Ein schöner Hüftwurf von Wetz klatschte beim 25:25 (57. Minute) an den Innenpfosten und sprang von dort ins Aus. Krumm hatte gleich zweimal bei Würfen von HSG-Rechtsaußen Maximilian Staats Pech, als der Ball ihm trotz Kontakt irgendwie doch noch durch die Finger rutschte. Und gleich zwei Abpraller landeten wieder in Händen der HSG. Beide Male führten sie zum Torerfolg. Eckbachtals erfahrener Spielmacher Peter Baumann verstand es in der entscheidenden Phase vorne, seine Nebenleute immer wieder in Szene zu setzen und war letztlich der Macher hinter dem 29:27 seines Klubs. „Sehr schade“, quittierte Torhüter Krumm die bittere Niederlage. „Vor allem, weil eine richtig gute Stimmung in der Halle war.“

Für den Vorletzten der RPS-Oberliga bleibt die Erkenntnis, dass die Entwicklung der Mannschaft in die richtige Richtung geht, wenn es auch nur kleine Schritte sind. Motivation für das Auswärtsspiel am kommenden Sonntag um 17 Uhr bei der HSG Kastellaun/Simmern sollte die gezeigte Leistung allerdings geben.

Tore für den TV Homburg: Robin von Lauppert (6/1), Philipp Daume (4), Roman Kolepp (4), Hendrik Schmidt (4/1), Alexey Wetz (4), Muhamet Durmishi (2), Lukas Glück (1), David Klein (1), Michael Mathieu (1)