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Spende: Toben und Bolzen bei Wind und Wetter

Spende : Toben und Bolzen bei Wind und Wetter

Draußen umhertollen können die Kinder im Johanniterhaus jetzt auch bei schlechtem Wetter. Ein Kunstrasenplatz macht’s möglich.

Jetzt dürfen sich die Kinder- und Jugendlichen im Johanniterhaus, der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarland Homburg über einen kleinen Bolzplatz freuen. Auf dem alten Gelände mit einem matschigen und schlechten Untergrund wurde nun mit Hilfe von Sponsoren aus dem Johanniterorden ein kleines, aber feines 20 auf 14 Meter großes Fußballspielfeld geschaffen. Die Kosten für den Kunstrasen lagen bei rund 44 000 Euro. Gut zweieinhalb Wochen dauerte die Bauzeit.

„Wir freuen uns, dass unsere 15 Kinder und Jugendliche, die wir seit 2010 hier betreuen, nun eine neue Spielfläche zum Fußballspielen bei uns finden“, erklärte Professor Alexander von Gontard, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Homburg (UKS), bei der offiziellen Übergabe des neuen Kunstrasenplatzes am Johanniterhaus des UKS. „Unabhängig vom Wetter kann nun Fußball gespielt werden, was zuvor auf dem Rasen nicht immer möglich war.“

Professor Alexander von Gontard bedankte sich bei Bernd Janietz, dem Rechtsbeirat des Johanniterordens für die überaus großzügige Spende des Ordens und der ebenfalls beteiligten Johanniterhaus GmbH.

Neben den Behandlungen in der Tagesklinik seien körperliche Aktivitäten sehr wichtig und böten einen Ausgleich zum Tagesablauf. Sport stärke das Selbstwertgefühl, soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit. zudem vermindere Sport depressive Symptome. Besonders beliebt sei bei Mädchen und Jungen das Fußballspiel. In den zurückliegenden acht Jahren stand nur behelfsmäßig ein nicht optimaler Fußballplatz zur Verfügung. Wegen Unebenheiten fiel den Kindern das Spielen schwer, auch weil der Rasenbelag nur spärlich vorhanden war.

Die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Johanniterhaus genannt, ist ein öffentlich-privates Partnerschaftsprojekt der Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar sowie des Uniklinikums. Es bietet die Behandlung von mittelschweren psychischen Störungen an, behandelt werden dort Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren. Der Johanniterorden ist der älteste geistliche Ritterorden. Er ging hervor aus einer Hospitalbruderschaft, die im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründet wurde. Wiederbelebt wurde der Orden 1852 von König Friedrich Wilhelm IV von Preußen. Die Johanniter sind traditionell evangelisch.