Neuer Pastoralreferent Thomas Stephan ist für die Schüler da

Homburg/Bexbach/Kirkel · Der neue Pastoralreferent des Bistums Speyer ist Ansprechpartner in allen Schulen des  Saarpfalz-Kreises.

 Schule hat viele Facetten, oftmals geht es nicht ums Lernen, sondern auch um private Probleme oder Sinn- und Glaubensfragen, die die Kinder und Jugendlichen stellen. Dabei hilft der Pastoralreferent.

Schule hat viele Facetten, oftmals geht es nicht ums Lernen, sondern auch um private Probleme oder Sinn- und Glaubensfragen, die die Kinder und Jugendlichen stellen. Dabei hilft der Pastoralreferent.

Foto: dpa/Marijan Murat

Im Bistum Speyer gibt es seit diesem Schuljahr eine intensivere Unterstützung für Trauer und Krisenseelsorge in der Schule. Thomas Stephan, Studienrat im Kirchendienst am Gymnasium Edenkoben, wurde zum Referent für Schulpastoral ernannt. Er löst damit Schulrat Thomas Mann ab, der neuer Präventionsbeauftragter des Bistums ist.

Thomas Stephan versteht seine Aufgabe ganz grundsätzlich: „Ich möchte ins Blickfeld rücken, wie wichtig es ist, jenseits von Leistungen und Noten für Kinder und Jugendliche da zu sein und ein offenes Ohr für sie zu haben. Es kommt darauf an, ihnen beizustehen, sie zu stärken und ihnen ihre Würde deutlich zu machen. Aus diesem Verständnis heraus möchte ich für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer Angebote machen, die ihnen auf ihrem (schulischen) Lebensweg Kraft, Halt und Orientierung geben können.“

Als Referent für Schulpastoral informiert Thomas Stephan Kollegien an Schulen im Bistum Speyer über das Thema Kinder- und Jugend-
trauer und stellt Möglichkeiten und Hilfen für die Trauerarbeit vor. Darüber hinaus macht die Schulpastoral auch neue Angebote zu weiteren Themen, von Resilienz bis zur nonverbalen Kommunikation in der Krisenintervention.

Die Schulpastoral ist ein eigenständiger Beitrag der Katholischen Kirche zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule. Sie versteht sich als „Dienst, den Christen aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus für das Schulleben leisten mit der Absicht, so zur Humanisierung der Schule beizutragen.“ Die Schulpastoral ist dem Evangelium als Grundlage ihres gesamten Handelns verpflichtet. Mit ihren offenen Angeboten richtet sie sich an alle im Lern- und Lebensraum Schule handelnden Personen und stellt deren Fragen und Erwartungen, Sorgen und Hoffnungen ins Zentrum ihrer Arbeit.

Die Lebenssituation der heutigen Menschen, insbesondere der Kinder und Jugendlichen, ist geprägt durch Individualisierung, Pluralisierung, Auflösung traditioneller Milieus, Virtualisierung und Kommerzialisierung. Die zeitliche Ausdehnung von Schule im Tages- und Lebenslauf lässt die Schule immer mehr zum Lern- und Lebensort von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Lehrerinnen und Lehrern werden.

Auch im benachbarten Bistum Trier gibt es diese Einrichtung. Dazu gilt folgender Grundsatz: Schwerpunkt der Seelsorge muss das diakonische Handeln sein. Der Mensch steht im Mittelpunkt, die Entfaltung seiner sozialen, religiösen und moralischen Persönlichkeit ist das besondere Anliegen der Schulpastoral. Die Schulpastoral trägt dazu bei, „dass die froh machende Wirkung des christlichen Glaubens im Lern- und Lebensort Schule erfahrbar werden kann.“ Doch nicht nur um Glaubensfragen geht es, sondern auch um schulischen Alltag, um Konfliktbewältigung, um Probelme der Schüler bei Mobbing, bei familiären Problemen, die man nicht unbedingt einem „normalen“ Lehrer erzählen möchte. Schulpastorale Angebote richten sich an alle am Schulleben Beteiligten: an Schülerinnen und Schüleran Elternan Lehrerinnen und Lehrer undan Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Schule.

Wer sich an Thomas Stephan wenden möchte, kann dies per E-Mail tun:
thomas.stephan@bistum-speyer.de