Kulturstiftung : Nachwuchsschauspieler trumpfen auf

Im Kulturzentrum Saalbau Homburg startete am Montagabend die Theaterwoche der Stiftung „Kultur und Umwelt“ der Kreissparkasse mit Unterstützung der Freien Kunstschule Artefix.

Man nehme die dritte  Theaterwoche der Stiftung „Kultur und Umwelt“ der Kreissparkasse Saarpfalz, verbinde sie mit dem zweiten „Theatercocktail“ der freien Kunstschule Artefix – und schon hat man ein einwöchiges Programm, das nun unter dem Titel „Theaterwoche trifft Theatercocktail“ im Homburger Saalbau die Bühne mit Leben füllt. Dass sich dieses neue Gemeinschaftsformat dabei altersübergreifend präsentiert, gehört zu den bemerkenswerten Facetten eines Programms, das nun bis zum kommenden Wochenende Theater in seinen ganz unterschiedlichen Formen zeigen will.

Insgesamt hat es bis zum Dienstagabend sechs Aufführungen gegeben. Wenn am Sonntag der letzte Vorhang fällt, dann haben laut Programm insgesamt 21 Theaterstücke ein hoffentlich großes Publikum gefunden. Auf den Brettern, die für Schauspielerinnen und Schauspieler die Welt bedeuten, waren dann die Theatergruppe „Die Fibrosen“ aus Einöd, die Theater-AG der Robert-Bosch-Schule aus Homburg, die Musical-AG des Homburger Mannlich-Gymnasiums, als Gemeinschaftsprojekt die Grundschulen Einöd und Reinheim mit den Freiwilligen Ganztagsschulen aus Kirkel und Bexbach, ein Kurs der Klasse 10 des Mannlich-Gymnasiums, das Saarpfalz-Gymnasium, die Tanz-Theater-AG der Grundschule Blieskastel-Mitte, die Theater-AG der Montessori-Schule Oberwürzbach, das Von-der-Leyen-Gymnasium aus Blieskastel, das Seminarfach „Darstellendes Spiel“ der Klassenstufe 10 des Gymnasiums Johanneum Homburg, die Theater-AG des Leibniz-Gymnasiums aus St. Ingbert, das Bewegungstheater des Mannlich-Gymnasiums, mehrfach die „Artefeen“ von Artefix, die Theatergruppe „Haus Sonne“ aus Walsheim, die Ausbildungsklasse der Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen von Artefix, die Theatergruppe Wolfersheim, das Theaterprojekt der Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach und die Kinder-Theater-Gruppe aus Wolfersheim unterwegs. Was sich nun liest wie ein echtes Mammut-Programm, das ist in der Tat auch eines, mehr Theater als in dieser einen Woche im Jahr gibt es in der Region so dicht wohl kaum.

Was das Programm dabei vor allem auszeichnet, und das sollte ein guter Grund sein, sich in den verbleibenden Tagen mal die eine oder andere Aufführung anzuschauen, das ist die zu erwartende immense Vielfältigkeit der einzelnen Produktionen.

Schon am Montagabend lieferten die Aufführungen der „Fibrosen“ mit ihrem Stück „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, der Theater-AG der Robert-Bosch-Schule mit „Elterntauschbörse“ und der Musical-AG mit Auszügen aus „Der Zauberer von Oz“ inhaltlich und gestalterisch einen ziemlich guten Einblick in diese Vielfalt. In seiner Begrüßung würdigte Ralph Marx, der Vorstand der KSK-Stiftung „Kultur und Umwelt“, dann auch das außerordentliche Engagement der jungen und älteren Schauspielerinnen und Schauspieler und der Macher vor und hinter der Bühne – den Leiterinnen und Leitern der einzelnen Theatergruppen. „Es ist im Prinzip ihrer Intiative und Begeisterungsfähigkeit geschuldet, dass wir diese Veranstaltung heute Abend in diesem Rahmen vorstellen können.“ Ziel der Theaterwoche solle es sein, diesem Engagement eine wirklich große Bühne zu bieten. „Wir wollen es Ihnen ermöglichen, Ihre Künste, Ihre Vorstellungen einem breiteren Publikum vorzustellen. Und wir wollen mit dieser Veranstaltung auch den Theater-Gruppen die Gelegenheit geben, sich die Stücke der anderen anzuschauen und auch gegenseitig voneinander zu lernen.“

Für den Partner Artefix begrüßte Leiterin Veronika Kiesel die Gäste im Saalbau. Sie betonte die wunderbare Zusammenarbeit zwischen ihrer Kunstschule und der KSK-Stiftung, „das hat sehr viel Freude gemacht. Und ich bin froh, dass es in dieser Woche so viele Stücke sind“. Damit verband Kiesel auch die Hoffnung, möglichst viele Gäste für den kostenfreien Theatergenuss in den kommenden Tagen begeistern zu können. „Wir Künstler leben vom Applaus. Und wenn nur wenige Gäste kommen, dann verhungern wir. Und dann gibt es keine Theaterwoche und keinen Theatercocktail mehr.“

Vor diesem Hintregrund war der Besuch am Eröffnungsmontag ordentlich, bis zum Sonntag ist da aber mit Sicherheit noch Luft nach oben – und den Theatergruppen wäre es angesichts ihres großen Engagements mit Sicherheit zu wünschen, dass das Programm in den kommenden Tagen den Anklang findet, den die Schauspielrinnen, Schauspieler und Macher von „Theaterwoche trifft Theatercocktail“ verdienen.

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