Tempo-30-Zone soll kommen

Die Bewohner in der Heidebruchstraße in Bruchhof-Sanddorf machten bei einem Ortstermin klar, dass sie eine Tempo-30- Zone wollen. Zudem forderten sie die Parker auf, ihre Autos nicht auf dem Bürgersteig abzustellen.

Da hatte Manfred Rippel, der Ortsvertrauensmann von Bruchhof-Sanddorf , wohl echt einen Nerv getroffen: Seiner Einladung, am Montagnachmittag vor Ort in der Heidebruchstraße über die Verkehrslage dort zu sprechen, folgten viele Anwohner. Denen lag vor allem die Parksituation an der stark genutzten Verbindungsstraße zwischen Bruchhof und Sanddorf auf der Seele - und die teils hohen Geschwindigkeiten, die dort gefahren werden.

Es gab also einigen Gesprächsstoff. Der drehte sich vor allem um den Wunsch vieler nach einer Zone-30 und der Forderung an Parker, ihre Autos nicht auf dem Bürgersteig abzustellen. Mit Blick auf die Geschwindigkeits-Begrenzung konnte Rippel vermelden, dass es nach einer entsprechenden Änderung der Straßenverkehrsordnung nun möglich sei, eine Zone-30 in der Heidebruchstraße einzurichten. "Wir werden das hinkriegen." Offen blieb allerdings die Frage, bis wann - eine ganz schnell Umsetzung der Pläne noch in diesem Jahr sei, so Rippel, eher nicht möglich. Dies liege zum einen daran, dass es noch abschließende Gespräche mit den Fachbehörden ausstünden, zum anderen sei es witterungsbedingt schwierig, die entsprechenden 30-Markierungen auf dem Asphalt aufzubringen. Aus dem Kreis der Bürger kam auch der Vorschlag, mit Blumenkübeln auf der Straße das Rasen zu unterbinden. Diesem Vorschlag konnte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind nichts abgewinnen. Vor allem, so der Verwaltungschef, bestünde die Gefahr, dass kleine Kinder von diesen Kübeln verdeckt würden - und Autofahrer nicht rechtzeitig reagieren könnten. Einher mit dem Plan einer Zone-30 in der Heidebruchstraße ging dann auch die Diskussion rund um das unzulässige Parken auf dem Bürgersteig. Die Forderung hier: Dies mit Strafzetteln zu unterbinden. Klar wurde schnell, die die Behinderung von Fußgängern in der Straße, gerade im Bereich Sanddorf, ein echtes Problem ist. Klar wurde auch, dass ein regelgerechtes Parken am rechten Fahrbahnrand nicht nur diese Behinderung beseitigen würden, sondern auch zu einer deutlichen Minderung der Durchfahrtsgeschwindigkeit führe. Stichwort: parkende Autos als Verkehrsberuhigung. Zumindest dieses Ziel könne man ganz kurzfristig erreichen, "wir schalten das jetzt scharf", so Manfred Rippel. Dies bedeute, dass man die Anwohner mittels eines kleinen Flugblatts nun darüber informiere, dass das geduldete Parken auf dem Bürgersteig nun geahndet werde - als erster Schritt zu einer Verbesserung der Verkehrssituation in der Heidebruchstraße. Doch wer werde dies überprüfen, so eine nachdrückliche Frage aus dem Kreis der Bürger . Schneidewind: "Wir werden dann hier kontrollieren. Das wird aber nicht jeden Abend und nicht an jedem Wochenende sein", so der OB angesichts der zahlreichen weiteren Pflichtaufgaben des Ordnungsdienstes im ganzen Stadtgebiet. "Wenn wir das versprechen würden, dann würden wir etwas Falsches versprechen. Das muss man ehrlicherweise sagen. Aber wir werden ab und an kontrollieren und wir werden Protokolle verteilen."

Am Montag gab es aber in Sachen Parksituation nicht nur Zuspruch für die Pläne. Einer der Bürger hielt die Idee eines Parkens auf der Straße schlicht für nicht praktikabel, die Zahl der Autos sei einfach zu groß.

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