Teilhabe an Gesundheit für alle

Das Ziel ist klar: Verstärkte Gesundheitsförderung in Homburg. Dafür macht sich ein Netzwerk aus Stadt, Vereinen, Institutionen und privaten Anbietern stark. Alle Homburger sollen künftig Zugang zu verschiedenen Mitmachangeboten in Sachen Gesundheit haben.

Die Kampagne "Ganz Homburg lebt gesund" startet durch: Mit einer zentralen Auftaktveranstaltung auf dem Christian-Weber-Platz am Samstagmorgen hat die Stadt aktiv auf ihre Teilnahme bei der landesweiten Aktion "Das Saarland lebt gesund" aufmerksam gemacht.

Das Ziel des Netzwerkes aus Stadt, Vereinen, Institutionen und privaten Anbietern ist es, die Gesundheitsförderung in Homburg zu stärken, Mitmachangebote zum Thema Gesundheit anzubieten, den Zugang zu solchen und anderen Offerten zu erleichtern - und das für alle Homburger. Dem entsprechend gab es am Samstag nicht nur die Veranstaltung auf dem Christian-Weber-Platz, sondern auch Auftaktangebote in Homburg-Mitte, Erbach, Einöd und Beeden.

Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind , der die Veranstaltung am frühen Samstagmorgen um 9 Uhr offiziell eröffnete, gab sich recht selbstkritisch. "Ich weiß, was Sie jetzt alle denken. Sie schauen auf meine Figur und sagen sich: Der könnte auch ein bisschen gesünder leben. Sie haben alle recht, ich nehme mir das auch vor." Vor diesem persönlichen Hintergrund freute sich Schneidewind über den regen Zuspruch aus Reihen der Netzwerk-Mitglieder und über deren unterschiedliche Informations- und Mitmachangebote. "'Ganz Homburg lebt gesund' ist eine wichtige Geschichte. Und sie bedeutet nicht, dass man sich geißeln muss oder gezwungen ist, auf das gute Leben zu verzichten. Es geht vielmehr darum, auf sich selbst zu achten. Denn ein gesundes Leben ist ein besseres Leben als ein krankes Leben. Dafür kann man viel tun, von Sport bis Ernährung. Und das wollen wir fördern."

Seitens der Stadtverwaltung hat die hauptamtliche Beigeordnete Christine Becker die Verantwortung für "Ganz Homburg lebt gesund". Sie machte klar, dass der Samstag keine einmalige Geschichte sei, sondern wirklich Auftakt zu einer echten Kampagne. "Wir werden regelmäßig Veranstaltungen durchführen und uns auch im nächsten Jahr in vergleichbarer Weise wie heute wieder zeigen. Und ich denke, dass bis dahin noch mehr teilnehmen werden." Auch sei es das Ziel, Homburg "herzsicher" zu machen. Christine Becker: "Wir werden versuchen, dahin zu kommen, wie viele andere Städte auch, dass jeder Verein, jede Firma über einen Defibrillator verfügt. Das wollen wir für Homburg erreichen."

Dass sich am Samstagmorgen eine durchaus respektable Zahl von Aktiven aus dem Netzwerk "Ganz Homburg lebt gesund" auf dem Christian-Weber-Platz zeigten, war auch Ergebnis der Anstrengungen von Annette Bachmann-Vicktor, der verantwortlichen Koordinatorin. Sie prägte wohl den eindringlichsten Satz des Vormittags und verdeutlichte das große Ziel der Kampagne: "Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit."

Doch was ist nun drin für die Homburger? Darüber gibt eine Internetseite Auskunft. Unter "www.das-saarland-lebt-gesund.de/kommunen/saarpfalz_kreis/kommune-homburg“ gibt es eine Übersicht über das, was seit dem Beitritt der Stadt zur landesweiten Kampagne im Jahr 2011 schon geschehen ist und was im laufenden Jahr an Projekten läuft.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Kampagne "Das Saarland lebt gesund" verfolgt als Netzwerk unterschiedlicher Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Kultur das Ziel, dass Städte, Gemeinden oder auch Stadtteile in der Gemeinschaft fit und gesund bleiben oder werden - sei es durch Sport oder Ernährungsangebote, Konzepte gegen das Rauchen oder Trinken, Initiativen in Kindergärten oder Seniorenheimen. Homburg ist seit 2011 Teil dieses Netzwerkes und hat sich unter anderem mit den Senioren-Fitness-Tagen dort eingebracht. thw