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Talstraße wird zur Groß-Baustelle

Talstraße wird zur Groß-Baustelle

Homburg. Seit einigen Tagen kommt Bewegung in den derzeit wohl "größten Brocken" der Neukonzeption der innerstädtischen Verkehrsführung in Homburg. Mit deutlicher Verzögerung gegenüber dem avisierten Bauzeitenplan haben die Arbeiten in der Talstraße zwischen Kreisel und Einmündung Gerberstraße begonnen

Homburg. Seit einigen Tagen kommt Bewegung in den derzeit wohl "größten Brocken" der Neukonzeption der innerstädtischen Verkehrsführung in Homburg. Mit deutlicher Verzögerung gegenüber dem avisierten Bauzeitenplan haben die Arbeiten in der Talstraße zwischen Kreisel und Einmündung Gerberstraße begonnen. "Ich muss gestehen, dass wir zu Beginn einige Probleme bei den Ausschreibungen rund um diese Baumaßnahme hatten", gestand Homburgs zuständiger Beigeordneter Rüdiger Schneidewind am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. "Später dann haben wir selbst den Baubeginn verschoben, um die Verkehrssituation in der Innenstadt nicht zusätzlich zu den Sperrungen rund um die Feste der vergangenen Wochen zu verschärfen." Nun aber haben die ersten Arbeiten an der Talstraße auf Seiten des Mannlich-Gymnasiums begonnen, bis zum Winter und dem damit verbundenen Baustopp soll diese Seite zu 90 Prozent überarbeitet worden sein. Dies zumindest ist das erklärte Ziel von Roland Lupp, Leiter des Amtes für Hochbau, Tiefbau und Gebäudewirtschaft der Stadt. Mit dieser Planung hat man sich allerdings vom ursprünglichen Ziel verabschiedet, bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes die Arbeiten dort komplett abzuschließen. Trotzdem sollen die Gewerbetreibenden nicht durch eine aufgrund von Bauarbeiten gesperrte Talstraße in diesem Bereich behindert werden. Schneidewind: "Wir werden die Bauarbeiten mit dem Einsetzen ungünstiger Witterungsbedingungen einstellen, in der Winterpause die Straße aber befahrbar lassen. Wir sind uns bewusst, dass es sich bei diesem Straßenstück um ein Nadelöhr handelt." Und Roland Lupp ergänzt: "Der bisherige Verkehrsfluss wird sich durch die bis dahin abgeschlossenen Maßnahmen nicht verändern." Lediglich Ende November/Anfang Dezember werde, so Lupp weiter, der Busverkehr stadtauswärts in Richtung Südwesten umgelegt. "Es wird dann Bedarfshaltestellen im Bereich Gerberstraße und Zweibrückerstraße geben." Davon unbenommen bliebe der Busverkehr stadteinwärts. "Auf der anderen Straßenseite werden wir vor dem Winterbeginn nicht anfangen." Auch solle nach der Einschränkungsphase Ende November/Anfang Dezember der Busverkehr in der Talstraße wieder so fließen wie gewohnt. Die Arbeiten sollen dann nach der Winterpause weitergehen, "wann genau hängt aber natürlich davon ab, wie hart der Winter wird. Das wird den Bauzeitenplan bestimmen", verdeutlichte Rüdiger Schneidewind die weiteren Planungen. Ist die Talstraße dann 2011 von der Bexbacher Straße bis zur Gerberstraße gegenläufig, sollen auch die anderen geplanten Änderungen im Verkehrsfluss in diesem Teil der Homburger Innenstadt umgesetzt werden, so das "Drehen" der Saarbrücker Straße mit einer Einbahnstraßenregelung entgegengesetzt der jetzt bestehenden. Schneidewind: "Hier werden wir aber gegebenenfalls schrittweise und sehr vorsichtig vorgehen."

Auf einen BlickMit dem Umbau der Talstraße soll die Homburger Innenstadt aus südwestlicher Richtung direkt und ohne den Umweg über die Saarbrücker Straße erreicht werden. Verbunden mit dieser Neugestaltung sind auch wesentliche Änderungen im Verkehrsfluss umliegender Straßenzüge, so der Gerberstraße und der Saarbrücker Straße. thw