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Tag der offenen Gartentür im Saarland findet trotz Corona statt

Kostenpflichtiger Inhalt: Offenes Gartentor lädt ein : Schöne Gärten sind gut für die Seele (mit Bildergalerie)

Trotz Corona öffnen einige Gartenbesitzer ihre grünen Paradiese. An der frischen Luft und mit entsprechenden Vorkehrungen ist es möglich. Hier ist die ganze Liste auf einen Blick.

Der berühmte Blick in Nachbars Garten ist auch in Corona-Zeiten erlaubt, allerdings nur sehr begrenzt und hygienisch abgesichert. Gartenliebhaber können sich am Tag der offenen Gartentür nicht nur die Gärten anderer Gartenliebhaber ansehen, sondern auch Anregungen für den eigenen Garten sammeln.

Ob mein Garten wohl schön genug ist? Das fragen sich vermutlich alle Teilnehmer dieser Veranstaltung, denn Gartenliebhaber sind bescheiden, weil sie geduldige Perfektionisten sind – und nie ist der Garten eigentlich so, wie man ihn gerne hätte. Immer gibt es etwas zu tun: einpflanzen, umpflanzen, jäten, schneiden. Was man als Besucher sieht, ist immer ein unfertiges Werk, an dem gearbeitet wird. Das liegt nun mal in der Natur von Gärten.

Bedingt durch die derzeitige Pandemie sind es leider nur wenige Gartenbesitzer, die ihre liebevoll gestalteten Gartenreiche präsentieren. Die Aktion der DGGL (Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur) möchte aber trotzdem dazu beitragen, die Wertschätzung für die private Gartenkultur zu fördern. Doch ohne die Gartenbesitzer, die mit viel Engagement ihre Gärten gestalten und pflegen wäre dies nicht möglich.

„Falls Sie beim Besuch der Gärten selbst Lust bekommen, Ihren Garten zu öffnen, freuen wir uns sehr über Ihre Teilnahme im kommenden Jahr. Oder kennen Sie jemanden, der seinen Garten unbedingt zeigen sollte? Jeder Garten hat seinen Reiz, der die Individualität seiner Besitzer widerspiegelt“, betont Petra Wagner von der DGGL, Landesverband Saar-Mosel.

Die teilnehmenden Gärten werden nicht bewertet, da Geschmack und Vorlieben sehr vielfältig sind. Die Teilnahme sowie die jeweiligen Öffnungstage und -zeiten können selbst bestimmt werden. Durch neue Gärtner wird die Aktion immer wieder belebt – genauso wie die Gärten der Vorjahre durch Veränderungen ein neues Gesicht bekommen.

Melden kann man sich bei Beate Ulmer aus Homburg unter der Telefonnummer (0 68 41) 17 56 41 oder unter Beate-Ulmer@gmx.de. Natürlich kann man sich auch direkt über das Anmeldeformular auf der DGGL-Internetseite unter www.dggl.org anmelden. Das Programm des offenen Gartentors 2021 kann ebenfalls dort abgerufen werden: https://www.dggl.org/landesverbaende/saar-mosel/das-offene-gartentor.html

Und hier die Übersicht über die offenen Gärten:

Karin Heinzel, Homburg-Ingweiler, Bliesweg 4, Tel. (0 68 48) 66 70 und (0176) 73 50 92 11

Kleiner Garten rund um ein denkmalgeschütztes Bauernhaus (1715) mit Zehntscheune, Hausbaum und 20 Duftrosen. Auf der anderen Straßenseite liegen zwei weitere Gärten: ein Staudengarten mit blühenden Sträuchern, Rosen, Azaleen und Sommerblumen sowie ein gepachteter naturbelassener Garten mit Wildrosen, Trockenpflanzen, Heil- und Küchenkräutern.

Gartenöffnung nach telefonischer Terminvereinbarung.

Petra Mechenbier, Im Langgarten 2, Marpingen-Berschweiler, Tel. (0 68 27) 17 11, gartenplansaar@gmx.de

Etwa 900 Quadratmeter großer naturnaher Schattengarten am Ufer des Alsbachs, im Zentrum eine ca. 120 Jahre alten Linde mit Gartenbackofen. Verschiedenen Sitzplätze laden zum Ausruhen ein und bieten Ausblicke auf die vielseitige und farblich abgestimmte Staudenbepflanzung und Ramblerrosen sowie viele verschiedenen Farnen und andere Schattenspezialisten. Im Mai: späte Zwiebelblüher, Gehölzblüte und frühe StaudenInfos: www.gartenplan-saar.de.

Gartenöffnung nach telefonischer Terminvereinbarung

Isolde Böttcher, Friedrichstr. 75, Saarbrücken-Klarenthal, Tel: (0 68 98) 3 72 56, mobil: (0172) 5 98 59 27

Der Labyrinth-Garten wurde vom Ehepaar Böttcher im ehemaligen Obstgarten mit über 250 gepflanzten Eiben angelegt. 365 Meter Wege führen in sieben Windungen zum mittig gelegenem Mammutbaum. Das Labyrinth wird mit der Familie und Interessierten als Erlebnisgarten durch die Jahres- und Lebenszeiten und zu besonderen Themen und Anlässen genutzt. Mail: i.boettcher@team-fuer-mediation.de

Gartenöffnung nach telefonischer Terminvereinbarung

Monika Bugs, Atelier und Garten der Katze, An der Fuchshöhle 3, Saarlouis-Fraulautern, Tel. (0 68 31) 4 30 66

„Garten der Katze“ – Kunstgarten mit Skulpturen, Thuja, Rosen, Ginkgo, Mammutbaum, Mauerwurz u.a. und zwei begehbaren Labyrinthen: Labyrinth der Katze und Labyrinth von Reims. Geöffnet am, 27. Juni von 15 bis 16.30 Uhr am Tag des offenen Gartens.

Universitätsklinikum des Saarlandes, Kirrberger Straße 100, Homburg. Treffpunkt: Gebäude 37 – Kräuter- und Heilpflanzengarten (rechts neben dem Hörsaal)

Oliver Werner, Leiter der Grünflächenabteilung, führt durch das Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes . Unter dem Motto „Die Essbare Klinik und Wildblumenwiesen am UKS“ erläutert er das Gartenkonzept (mit Gemüse und Obst). Auch der etwas versteckt liegende Heilpflanzenbereich fügt sich in die Führung ein; dieser Bereich wurde und wird von Grünpaten wiederhergestellt und gepflegt. Termin ist ebenfalls am 27. Juni, von 14 bis 18 Uhr, am Tag des offenen Gartens.

Protestantische Kirchengemeinde, Pfarrerin Ines Weiland-Weiser, Pfarrgasse 2, in Blieskastel-Mimbach

Tel.: (0 68 42) 22 90, Mail: pfarramt.mimbach@ev.kirchepfalz.de

Historischer barocker Bauerngarten im ehemaligen Pfarrgarten, Hochbeete mit Trockenmauern, Sträuchern, Beeren, Kräuter-, Gemüse und Blumenbeete, Rasen, verschiedene Sitzgelegenheiten. Termin: 27. Juni, von 10 bis 18 Uhr, am Tag des offenen Gartens.

Monika und Dietmar Meiser, Harzbachstr. 25, Illingen-Uchtelfangen

Wassergarten, vier Teiche, Teichbepflanzung, Fischbesatz, Kois, Bachlauf, Blumenrabatte, Vogelvoliere, Taubenhaus. Am 27. Juni von 10 bis 18 Uhr am Tag des offenen Gartens.

Marianna und Reiner Deckarm, Tel.: (0 68 26) 8 03 56, Zum Folloch 36, in Oberbexbach

Schön gestalteter naturnaher Hausgarten mit Bäumen: Kiefern, Fichte, Tanne, Eiche, Feige, Pfirsich, Apfel und mehr. Schattenbeete mit Farnen, Funkien, verschiedene Heuchera, und Schattenstauden. Sonnenbeete mit Rosen und Stauden. Kleiner Bereich mit Gemüse. Dachwurz in Szene gesetzt in Gruppen von Torfbeton-Töpfen. Ausstellung von Kunsthandwerk.

Petra und Armin Klein, An der Steinstr. 10, Lebach, Tel. (0 68 81) 89 69 00

Romantischer Künstlergarten mit vielen Rosen und Kletterpflanzen. In einer Ruinenmauer ist ein gemauerter Wandbrunnen und Sitzplätze. Ein schöner Spielbereich befindet sich vor dem Haus. Geöffnet Juli bis September, Gartenöffnung nach telefonischer Terminvereinbarung

Und hier Führungen und Vorträge:

7. Mai um 14 Uhr: Uferneugestaltung der Blies-Terassen in Neunkirchen. Führung: Luca Kist vom Büro Dutt & Kist (HDK). Dauer: etwa zwei Stunden.

9. Juli: Vortrag Petra Mechenbier über saarländische Privatgärten. Anschließend findet die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Genaue Uhrzeit steht noch nicht fest.

5. November, 14 Uhr: „Die stille Revolution der Friedhofskultur – Phänomen und Hintergründe“. Führung über den Hauptfriedhof Saarbrücken und mit anschließendem Vortrag zur Thematik. Treff: Dr.-Vogeler-Str. 21, Friedhofsparkplatz Saarbrücken

11. Dezember: Jahresausklang in Homburg mit inszenierter Kostümführung durch die Homburger Innenstadt auf den Spuren der Demokratiebewegung. Einblicke in die gärtnerische Seite des aufmüpfigen Landcommissärs Siebenpfeiffer Im Anschluss gemütlicher Abschluss in Homburger Lokal.

Termine, Uhrzeiten, Treffpunkte können sich pandemiebedingt ändern, Abweichungen werden auf der Homepage aktualisiert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Schöne Gärten tun der Seele gut