Swing-Jazz für die Big Spender

Homburg. Es war wieder einmal Sommermusik in Homburg angesagt. Ein spannendes, abwechslungsreiches Musikprogramm haben die zahlreichen Besucher am vergangenen Samstag beim Homburger Jazz-Frühschoppen auf dem historischen Marktplatz erlebt (wir berichteten kurz)

Homburg. Es war wieder einmal Sommermusik in Homburg angesagt. Ein spannendes, abwechslungsreiches Musikprogramm haben die zahlreichen Besucher am vergangenen Samstag beim Homburger Jazz-Frühschoppen auf dem historischen Marktplatz erlebt (wir berichteten kurz). Die eingefleischten Musikfans freuten sich bei teilweise strahlendem Sonnenschein über die mittlerweile doch etwas angenehmeren Temperaturen und kamen bei der Musik der Uni-Bigband voll auf ihre Kosten. Die begehrten Sitzplätze vor der großen Bühne waren bei dem gut dreieinhalbstündigen Frühschoppenkonzert dicht gefüllt. Kein Wunder, hatte das Homburger Ensemble unter Leitung von Oskar Barth doch ein Heimspiel. Die stilvollen Arrangements des großen Orchesters der Medizinischen Fakultät begeisterten nicht nur die reinen Jazz-Fans, sondern auch jeden anderen Musikliebhaber. Zu hören war eine bunte Mischung aus bekannten Jazz-Standards in klassischen Big-Band-Arrangements, Musical-Melodien sowie auch einige Latin-, Pop- und Rock-Songs. Und so durften sich die Besucher auf bekannte Stücke von Cole Porter, Duke Ellington, George Gershwin, Earl Hagen, Charles Trenet, Nat King Cole oder Count Basie freuen. Kongenial unterstützt wurde die Bigband von Sängerin Margit Weiss, welche für ihre Gesangstitel viel Beifall bekam. Begeistert beklatscht wurde neben Gershwins "The man I love" unter anderem auch ihre Interpretation von Shirley Bassey's "Big Spender", ein Titel, dem die britische Sängerin zu seiner Popularität verholfen hat. Big Spender sei, so Moderator Rudolf Bock, jemand, "bei dem das Geld locker sitzt, im weiteren Sinne so etwas wie ein Sponsor". Daher widme die Uni-Bigband den Song mit einem ganz besonderen Dankeschön allen Sponsoren des Homburger Jazz-Frühschoppens, "in der Hoffnung, dass sie uns auch im nächsten Jahr wieder unterstützen", meinte Bock unter großem Beifall des Publikums. Für ausgezeichnete Stimmung sorgten auch Earl Hagens "Harlem Nocturne" mit Alt-Saxophonist Karl-Gerd Schäfer oder die englische Version "Beyond the sea" des französischen Chansons "La mer" von Charles Trenet. Nicht fehlen durften auch Stücke von Duke Ellington ("In a mellow tone"), Nat King Cole ("Route 66"), Count Basie ("Topsy") und Irving Berlin "(Puttin' on the Ritz"). "Ihr seid stark wie immer", machte Peter Kuntze dem geistigen Vater und Gründungsmitglied der Uni-Bigband, Professor Rudolf Bock, in einer Pause ein dickes Kompliment. Er komme "ziemlich regelmäßig" zu den Konzerten im Rahmen des Jazz-Frühschoppens, betonte Kuntze, der seit 17 Jahren in Erbach wohnt. Vor allem freue er sich über die Auftritte der Uni-Bigband, welche er auch zu ihren Gastspielen in der Umgebung begleite. "Der Musiksommer ist eine schöne Sache und ein belebendes Element für die Stadt ", stellte Peter Kuntze fest und lobte das Engagement der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt und der Stadt. "Der Musiksommer ist belebendes Element für die Stadt."Peter Kuntze

Auf einen BlickFortgesetzt wird der Homburger Musiksommer am Samstag, 31. Juli, mit dem Auftritt der ungarischen Band "Jazz Steps". In der Besetzung Trompete, Posaune, Piano, Saxophon, Bass und Schlagzeug werden die zehn Profimusiker zusammen mit Sängerin Orsi Urban die Musik der Swing-Ära wieder zu neuem Leben erwecken. Von 11 bis 14.30 Uhr wollen sie dem Publikum auf dem historischen Marktplatz in Homburg Musik wie aus einem Guss bieten. re