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SV Beeden nach einer schwierigen Saison

Bezirksliga Homburg : Wieder geht es um den Klassenerhalt

Der SV Beeden hat sich gegenüber der Vorsaison deutlich gesteigert und wartet nun wie alle anderen auf das Ende der Corona-Zwangspause.

Die beiden vergangenen Spielzeiten waren für die Fußballer des SV Beden alles andere als einfach gewesen. Nachdem man zuvor in der Landesliga Ost gut mithalten konnte, kam es anschließend zu vermehrten Abgängen. In der Spielzeit 2018/19 waren die Kicker vom Felsenbrunnen dann komplett chancenlos und stiegen mit lediglich drei Punkten aus der Landesliga ab.

Auch in der neuen Umgebung der Bezirksliga Homburg musste in der letzten Runde viel Lehrgeld bezahlt werden. Als die Saison im Frühjahr aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen werden musste, verhalf der vorherige Rückzug der eigentlich sportlich geretteten SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim II doch noch zum Klassenverbleib. Für den SV Beeden hatte es zuvor in sämtlichen 18 Begegnungen bei einem Torverhältnis von 7:134 ausschließlich Niederlagen gegeben. Da später auch noch der SV Oberwürzbach sowie die Spielvereinigung Einöd-Ingweiler II ihren freiwilligen Verzicht auf die Bezirksliga Homburg bekannt gaben, stand für den SV Beeden der Klassenverbleib trotz der ernüchternden Bilanz sogar völlig außer Frage.

Die aktuelle Saison ruht momentan ebenfalls aufgrund der Pandemie. Zwar muss der SV Beeden als derzeitiger Tabellen-14. mit vier Punkten auch dieses Mal um den Ligaverbleib bangen, ist aber wieder – zumindest im hinteren Drittel der Bezirksliga Homburg – weitaus wettbewerbsfähiger. Hinter dem SVB stehen im Klassement mit jeweils drei Zählern noch der FC Viktoria St. Ingbert II sowie das Schlusslicht SC Blieskastel-Lautzkirchen II. „Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir uns deutlich verbessert. Die Neuzugänge haben sich gut eingeführt. Auch die jungen Spieler geben nun viel mehr Gas. In einigen Spielen wäre auch vom Ergebnis her deutlich mehr für uns möglich gewesen“, sagt Beedens Vorsitzender Achim Müller.

Der aktuelle Vorsitzende des SV Beeden, Achim Müller. Foto: Stefan Holzhauser

Der 55-Jährige hatte 2018 als neuer 1. Vorsitzender ein schweres Amt übernommen. „Es ging in der Folge mit dem neuen Vorstand nicht nur darum, die sportliche Talfahrt zu bremsen, sondern auch drumherum für viel neuen Schwung zu sorgen. Wir führen das Sportheim nun in Eigenregie. Und unsere neue Konzertreihe mit Blick auf das wunderschöne Biotop an unserem Sportgelände war ein voller Erfolg“, freut sich Müller. In sportlicher Hinsicht sei natürlich der 1:0-Erfolg Anfang Oktober beim SV Rohrbach II „nach der schier endlos langen Niederlagen-Serie davor“ ein „richtiger Befreiungsschlag“ gewesen. Endlich habe es über den SV Beeden auch in Sachen Fußballbetrieb wieder einmal positive Schlagzeilen gegeben.

Man sei nun richtig in der Bezirksliga Homburg angekommen und hätte auch an vielen weiteren Sonntagen gut mit dem jeweiligen Gegner mithalten können. So führte man beim 3:3 in Reinheim bis zur 83. Minute mit 3:1. „Momentan ruht ja alles wegen Corona. Wenn es dann wieder losgeht, ist und bleibt der Klassenerhalt unser großes Ziel. Man darf ja nicht vergessen, dass uns in den vergangenen Jahren quasi ein ganzes Team verlassen hat. Aber wie gesagt: Wir können jetzt wieder im unteren Drittel gut mit den anderen Mannschaften mithalten – was uns natürlich sehr freut. Es geht nach dem Re-Start darum, bei den eigenen Anhängern verspielten Kredit wieder zurückzugewinnen“, sagt der Vorsitzende. Man plane nun auch bis zum Sommer mit dem gleichen Kader. Nach Wiederbeginn werde dann auch mit Trainer Björn Schultheis das Gespräch gesucht.

Die Konzertreihe des SV Beeden erfreute sich großer Beliebtheit. Foto: Stefan Holzhauser

Zunächst einmal wolle man aber sehen, wie die Mannschaft aus den Startlöchern komme. Und auch die beliebte Konzertreihe ist ab Juni wieder geplant. Müller: „Wir wollen dann bis in den Spätsommer hinein jeden Freitagabend etwas anbieten. Auch das ist ein wichtiger Schritt, endlich wieder mehr Menschen aufs Vereinsgelände zu holen.“