Stimmungsvoll und feierlich

Homburg. "Nun komm der Heiden Heiland" war der Titel, unter dem die Homburger Kantorei am gestrigen Sonntagabend ein viel beachtetes Konzert gab. Die Zuhörer in der voll besetzten protestantischen Stadtkirche spendeten lang anhaltenden Applaus für die Ensembles unter der Leitung von Stefan Ulrich

Homburg. "Nun komm der Heiden Heiland" war der Titel, unter dem die Homburger Kantorei am gestrigen Sonntagabend ein viel beachtetes Konzert gab. Die Zuhörer in der voll besetzten protestantischen Stadtkirche spendeten lang anhaltenden Applaus für die Ensembles unter der Leitung von Stefan Ulrich. "Nun komm der Heiden Heiland" meinte nicht nur die beiden abschließenden Darbietungen, die eben diesen Titel aus der Klassik trugen. Bei weitem am ältesten von allen Musikstücken war der gregorianische "Hymnus in adventu domini", den Guillaume Dufay im 15. Jahrhundert geschrieben hat. Sechs Sänger der Kantorei stimmten damit auf das Kommende ein. Aus der Fülle der adventlichen Lieder stammte auch das "Magnificat" von Johann Pachelbel, der zu den klassischen Komponisten von Kirchenmusik zählt. Die Kantorei brachte das "Magnificat" stimmungsvoll und feierlich. Die erwachsenen Sängerinnen und Sänger durften sich eine Pause gönnen, während der Kinderchor das schöne Vorweihnachtslied "Macht hoch die Tür" sang. Die Kinder hatten sich auch mit schöner Gestik darauf vorbereitet. Leila, Laura (beide Flöte), Katrin (Glockenspiel) und Dennis (Keyboard) begleiteten die jungen Akteure, von denen sich auch vier Sängerinnen als Solistinnen vorstellten. Letztes Gesangsstück war die Bach-Kantate "Nun komm der Heiden Heiland" von Johann Sebastian Bach. Sechs Stücke umfasste der Programmpunkt Chor und Solisten. Außer beim ersten Auftritt wurden die Sängerinnen und Sänger von Instrumentalmusikern begleitet. Die Kantorei wechselte stets mit dem Solisten Christoph Jacobi (Orgel) ab. Er spielte das "Magnificat" von Dietrich Buxtehude, vom selben Komponisten später auch "Wie schön leuchtet der Morgenstern". Auch als Orgelsolo war "Nun komm der Heiden Heiland" zu hören. Hier hatte der Organist die gleichnamige Komposition von Andreas Kneller einstudiert. Pfarrerin Ulrike Wahl-Risser trug während des Konzerabends zwei Schriftlesungen zum Advent vor und schuf so die Verbindung zum theologischen Thema Advent und Weihnachten. Alle Akteure versammelten sich nach dem Schlussapplaus der Zuhörer im Chorraum. Zur Begeisterung des Publikums sangen Kinder und Erwachsene eine wohlklingende Zugabe. Zu Gast in der Stadtkirche war auch eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Lycée Grand Air aus La Baule. Die jungen Leute hielten sich zu einem Partnerschaftsbesuch in der Kreis- und Universitätsstadt Homburg auf.