Professor Seitz: Stiftungsprofessur für die Uni-Augenklinik

Professor Seitz : Stiftungsprofessur für die Uni-Augenklinik

(maa) An der Augenklinik des Universitätsklinikums des Saarlandes wird eine Stifungsprofessur eingerichtet.  Der forschungsbasierte Lehrstuhl wird für die Dauer von fünf Jahren von der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung finanziert. Die Vertragsunterschrift findet am 7. Mai statt. Das Anliegen der Stiftungsprofessur ist die Grundlagenforschung, das Thema lautet: „Limbusstammzellenforschung und kongenitale Aniridie“.

Die Limbusstammzellen hängen unmittelbar mit dem Spezialgebiet von Professor Berthold Seitz, dem Leiter der Universitätsaugenklinik, zusammen, denn Seitz ist Spezialist für Honrhautverpflanzungen. Bei Unfällen an der Hornhaut des Auges wird oftmals nicht nur die Hornhaut zerstört, sondern auch ihre Stammzellen - die sogenannten Limbusstammzellen. Früher wären die Betroffenen erblindet. Doch mittlerweile haben Mediziner ein spezielles Verfahren entwickelt: Sie transplantieren dem Patienten zuerst die neuen Limbusstammzellen - ein paar Monate später dann eine neue Hornhaut. 

Die Forschung hat viel erreicht im Kampf gegen Erblindung. . Foto: dpa/dpaweb/A9999 DB Wavelight Laser Technologie

Unter kongenitaler Aniridie versteht man einen sehr seltenen Gendefekt am Auge,  Aniridie bedeutet „ohne Iris“ und ist eine seltene Fehlbildung, die das Sehen beeinträchtigt. Bei der Erforschung dieser Krankheit kommt nicht nur dem Auge, sondern auch der genetischen Diagnostik große Bedeutung zu. Die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Mannheim. Sie besteht seit 2013. Der Stifter, Dr. Rolf M. Schwiete, der 1913 im Alter von 91 Jahren starb, hat sein ganzes Leben seiner Unternehmensgruppe, der Van Baerle Chemische Fabrik, gewidmet. Der Grundstock des Stiftungsvermögens stammt aus der Unternehmensgruppe.

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