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Starke-Kinder-Kiste für die Erbacher Kita

Wie man sich wehrt : Starke-Kinder-Kiste für die Erbacher Kita

Mit dem „Präventionsplan für Deutschland“ sollen mit Hilfe der ,,Starke Kinder Kiste“ in 5000 Kitas rund 500 000 Kinder erreicht werden. Maria vom Frieden machte den Anfang.

Sexuellen Missbrauch früh verhindern und Schutzkonzepte lebendig umsetzen. Dieses Anliegen ist der Sinn des bundesweiten Kita-Präventionsprojektes ,,Starke Kinder Kiste“, einem Präventionsprogramm, das von der Stiftung Hänsel und Gretel in Kooperation mit dem Petze-Institut als Schutz vor sexuellem Missbrauch für Kita-Kinder in Deutschland stattfindet.

Mit dem „Präventionsplan für Deutschland“ unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Franziska Giffey; sollen nun mit Hilfe der ,,Starke Kinder Kiste“ in rund 5000 Kitas rund 500 000 Kinder erreicht werden.

 Eine der ersten 20 Kisten im Saarland wurde nun in der Kita Maria vom Frieden“ von Lothar Woll, Leiter der AWO-Beratungstelle für Jungen ,,Phönix“ an die Leiterin der Kita Monika Mathieu übergeben.

Die Aktion samt Kiste wird im Pfarrverband Heiliger Johannes XXIII Erbach den Kitas Maria vom Frieden, Charlottenburg, St Andres in Erbach, der Kita St. Remigius in Beden und der Kita St. Josef in Jägersburg abwechselnd zur Verfügung stehen.

 ,,Mit der Starke Kinder Kiste können Fachkräfte unter Einbezug der Eltern frühzeitig mit der Ich-Stärkung der Kinder beginnen. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung von Schutzkonzeptionen“ betonte Lothar Woll bei der Übergabe der Kiste. Häufig beginne sexueller Missbrauch schon im Vorschulalter. Deshalb sei es wichtig, Kinder so früh wie möglich zu informieren und stark zu machen.

Kitas seien neben der Familie die erste Sozialisationsinstanz und sehr gut geeignet, den Schutz vor sexueller und köperlicher Gealt an Kindern zu verbessern, so Jerome Braun von der Stifutung Hänsel und Gretel. Das struktuierte und evaluierte Programm ist im Baukastensystem ganzheitlich in der Kita umsetzbar.

 Die überreichte ,,Starke Kinder Kiste“ ist mit umfassenden Materialien, wie Fachbücher für Erzieherinnen, Erziehern und Eltern, mit Mini-Büchern für die Kinder, CD´s und Spielen gut gefüllt. ,,Die Fortbildung und ein Elternabend ist fest im Konzept verankert“, erklärt Lothar Woll. Man sei davon überzeugt, dass diese Aktion mit ihren sechs zentralen Präventionsbotschaften die beteiligten Kinder stärkt und besser schützt, ohne den Kindern die Verantwortung zu übertragen.

In dem Projet stehen folgende sechs Präventionsprinzipien im Blickpunkt. Zunächst sind eigene Gefühle richtig. Eine aufgemalte Puppe in der Kiste mit roten und grünen Magneten zeigt auf, welche Stellen Körper berührt werden können und welche nicht. Unter dem Motto ,,Ich kann zwischen angenehmen und unangenehmen Beührungen unterscheiden“ wird dargestellt, welche Stellen eines Körpers mit roten Magneten auf keinen Fall berührt werden sollen.

Beim nächsten Präventionsprinzip soll der Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen erlernt werden. Zudem wird aufgefordert ,,Ich hole mit schaffe.“ Mein Körper gehört mir, heisst es im nächsten der insgesamt sechs Präsentationsprinzipien und man darf ,,Nein“ sagen. Und vor allem: „Ich habe keine Schuld, wenn mir etwas passiert.

 Im Projekt ,,Starke Kinder Kiste“ wird verdeutlicht, dass sich kein Kind alleine schützen kann. Das gesamte Kita-Team lernte in einer Eintagesschulung durch eine Fachberatungsstelle Intervention und Prävention sowie den richtigen Einsatz der Materialien dieser Kiste.

 Pirmin Weber, Pfarrer des Erbacher Pfarrverbandes Heiliger Johannes XXIII, erklärte bei der Übergabe der Starke Kinder Kiste: ,,Diese Aktion ist dringend notwendig, Kindern im Kita-Alter bereits zur Selbstständigkeit zu erziehen und sich mit diesem Thema von sexuellen Missbrauch schon im Vorschulalter zu beschäftigten.“