Städtisches Gewerbeamt kontrollierte Shisha-Bars

Städtisches Gewerbeamt kontrollierte Shisha-Bars

Bedenkliche Mängel hinsichtlich des Kohlenmonoxid-Ausstoßes wurden festgestellt. Feuerstellen waren oft ein Gefahrenherd.

Durch das Gewerbeamt der Stadt Homburg wurden vergangene Woche mehrere Gaststättenkontrollen mit dem Schwerpunkt "Shisha-Bars" durchgeführt. Hintergrund waren Vorfälle, die in der jüngsten Vergangenheit bundesweit aufgetreten sind, darunter einige Kohlenmonoxid (CO)-Vergiftungen, die äußerst gefährlich sind (wir berichteten). Auch in Homburger Bars wurden bei der Kontrollaktion bedenkliche Mängel festgestellt. "Gefährlich ist solch eine Vergiftung vor allem, da man sie nicht merkt. Man geht aus der Shisha-Bar, hat Kopfschmerzen und denkt sich, es lag an den Pfeifen. In den meisten Fällen ist dies aber das unsichtbare und geruchlose Atemgas, das in den vergangenen Wochen und Monaten in solchen Lokalen bereits zu einigen Notfalleinsätzen bundesweit sorgte", wie Klaus Frank vom Gewerbeamt mitteilt.

Es wurden insgesamt vier Betriebe aufgesucht, allerdings war eine Gaststätte bereits geschlossen, bei einer weiteren wurden zum Überprüfungszeitpunkt keine "Shisha-Pfeifen" angeboten. In den zwei anderen Lokalen wurden teilweise bedenkliche Zustände vorgefunden. So gab es Probleme bei den Feuerstellen, die offen in der Küche oder im Nebenraum standen und über keine Abzugs- oder Belüftungseinrichtungen verfügten und in unmittelbarer Nähe von leicht brennbaren Stoffen und auch einer Gastherme befeuert wurden. Auch die Art und Weise der Erhitzung der Kohlen, die für die "Shisha-Pfeifen" benötigt werden, musste beanstandet werden - dies geschah mittels handelsüblichen Föns, der direkt an den Grill geklemmt war und im zweiten Fall über einen Ventilator. An der Begehung waren auch Mitarbeiter des Lebensmittelkontrolldienstes beteiligt, die Proben aus den selbst hergestellten "Shisha-Pfeifen" entnahmen, um im Nachhinein die verwendeten Inhaltsstoffe festzustellen. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Von den Gewerbeamts-Mitarbeitern wurden CO-Warngeräte mitgeführt, die den kontrollierten Bars bereits beim Betreten Alarm schlugen, woraufhin die Gasträume evakuiert werden mussten. Die CO-Konzentration war derart bedenklich, dass zur weiteren Kontrolle die Feuerwehr hinzugezogen werden musste.

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