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Stadtrat Homburg
Nachtragshaushalt ist genehmigt

 Der Jahresabschluss 2017 der Kultur- Gesellschaft, der 41 000 Euro Verlust aufwies,  war am Donnerstag auch Thema im Stadtrat.
Der Jahresabschluss 2017 der Kultur- Gesellschaft, der 41 000 Euro Verlust aufwies,  war am Donnerstag auch Thema im Stadtrat. FOTO: dpa / Jens Wolf
Homburg. Auch ums Geld ging es in der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag. Schon vor der Zusammenkunft hatte Kämmerer Ralf Weber mitgeteilt, dass das Landesverwaltungsamt (Lava) den Nachtragshaushalt für 2019 genehmigt habe.

Damit sei nun der Haushalt für 2019 komplett abgesegnet, so Weber. Zur Erinnerung: Der Stadtrat hatte in seiner Februar-Sitzung dem Nachtragshaushalt für 2019 zugestimmt. Vereinfacht gesagt, muss Homburg einen Fehlbetrag von 1,4 Millionen Euro ausgleichen. Um dies abdecken zu können, wurden Kürzungen über den gesamten Haushalt hinweg vorgestellt. Dies, zusammen mit weiteren, voraussichtlichen Einnahmen hätte aber immer noch einen Bedarf an 900 000 Euro „übrig“ gelassen. Dieser Betrag soll aus den Kassen der Homburger Parkhaus- und Stadtbus-Gesellschaft (HPS) per Ausschüttung an die Stadt gedeckt werden. Die Stadt hatte für die Jahre 2018 und 2019 einen Doppelhaushalt erstellt. Ein Nachtragshaushalt wird immer dann nötig, wenn sich entscheidende Eckdaten eines Haushaltsplanes deutlich verändern – so die einfache Definition.


In der Sitzung selbst war am Abend dann der Jahresabschluss der Kultur GmbH für 2017 Thema, der einen Verlust von rund 41 000 Euro aufweist. Vorgestellt wurde der Bericht kurz von Susanne Niklas, seit Mitte 2017 Leiterin der Abteilung Kultur und Tourismus bei der Stadt Homburg. Der Verlust habe erfreulicherweise durch einen Gewinnvortrag aus 2016 ausgeglichen werden können, erläuterte Niklas. 2017 habe man vor allem beim Maifest Verlust gemacht. Daraus seien Konsequenzen gezogen worden, das Fest wurde verschlankt. Warum der Abschluss 2017 erst mit dieser zeitlichen Verzögerung vorliegt, begründete Niklas auch mit einer Umsatzsteuerprüfung, einige Dinge hätten anders gebucht werden müssen. Der ehrenamtliche Kulturbeigeordnete Raimund Konrad hatte noch allgemeine Anmerkungen: „Die Kultur in Homburg ist uns 1,3 Millionen Euro wert.“ Dieser jährliche Betrag verändere sich immer mal, dennoch sei das für eine Mittelstadt eine stolze Summe. Der städtische Zuschuss belaufe sich auf 900 000 Euro, sei durchaus im oberen Bereich angesiedelt. Kultur sei aber auch ein wichtiger weicher Standortfaktor, führte Konrad aus, diene zudem der Daseinsvorsorge, sei ein wichtiges Instrument im Stadtmarketing.

Der Stadtrat stimmte dem Jahresabschluss bei drei Enthaltungen zu.