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Stadt und Kreis schränken Zugang zu Kreisverwaltung und Rathaus ein

Coronavirus : Einschränkungen und Kontrollen für Besucher der Verwaltung

In den Städten und Gemeinden des Saarpfalz-Kreises wird es sehr ruhig, denn bis Ende April sind, wie berichtet, alle kommunalen Veranstaltungen abgesagt, dazu auch solche die in stadt- und gemeindeeigenen Hallen geplant waren.

Wie viele Teilnehmer jeweils dazu erwartet wurden, spielt keine Rolle – alles fällt erst einmal aus. Darauf hatten sich der Kreis und die Kommunen geeinigt, viele andere Veranstalter haben Geplantes ebenfalls zurückgezogen.

In Homburg bleiben zudem die Stadtbibliothek, die Tourist-Info, das Stadtbusbüro, das Stadtarchiv, die Musikschule, der Saalbau inklusive Galerie, die Kleiderkammer sowie Schlossberghöhlen und Römermuseum bis auf weiteres für Publikum geschlossen. Die Institutionen seien telefonisch zu erreichen und können eventuell einen eingeschränkten Service anbieten, hieß es von der Stadt. Nummern findet man unter www.homburg.de.

Öffentliche Einrichtungen der Stadt werden nicht grundsätzlich geschlossen, der Zutritt jedoch restriktiv und eingeschränkt gehandhabt. Im Homburger Rathaus am Forum bleiben die Öffnungszeiten, es sei jedoch mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Bürger könnten das Gebäude ab sofort nur noch über den Haupteingang betreten, dort werden sie von Mitarbeitern der Stadt in Empfang genommen.

Sämtliche Nebeneingänge bleiben vorerst geschlossen. Ziel sei es, den Publikumsverkehr im Gebäude zu reduzieren. Es könne vorkommen, dass Menschen gebeten werden, zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen. Generell sollten – soweit möglich – alle Anliegen zunächst telefonisch, per E-Mail oder online dargelegt werden. Die Zentrale des Rathauses ist unter Tel. (06841) 10 10 zu erreichen, alle Ansprechpartner in den verschiedenen Ämtern sind auch im Internet auf der städtischen Homepage unter der Rubrik „Rathaus/Was erledige ich wo?“ aufgeführt. Alle Besucher des Rathauses werden am Eingang gebeten, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen, um bei auftretenden Infektionen eine Kontaktaufnahme gewährleisten zu können.

Um die Handlungs- und Dienstleistungsfähigkeit der Verwaltung zu gewährleisten, werden Stadt- und Ortsratssitzungen in eingeschränkter Form stattfinden.

Bürgermeister Michael Forster: „Oberste Priorität ist es, die Ausbreitung des Coron-Virus´ zu verlangsamen. Deswegen sehen wir uns zu diesen Maßnahmen gezwungen, zum Schutz der Homburgerinnen und Homburger und zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind vorbereitet und wünschen uns natürlich, dass alle gesund bleiben.“

Auch bei der Kreisverwaltung gibt es Einschränkungen: So wird ab Montag, 16. März, das Haus für den Kundenverkehr bis auf Weiteres bereits ab 16 Uhr schließen, bislang war es bis 18 Uhr geöffnet. Die Servicezeiten bleiben davon unberührt: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15.30 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr. Auch hier muss man sich ab Montag auf Einlasskontrollen einstellen. Persönliche Vorsprachen in der Kreisverwaltung sollten auf dringende Angelegenheiten beschränkt werden.

Die Kreissparkasse Saarpfalz plant derweil keine Filialschließungen. Das teilte Direktor Stefan Gessner am Freitagnachmittag mit. Allerdings ist man auch hier durch den Corona-Virus und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen mit Problemen konfrontiert. So seien etwa Mitarbeiter davon betroffen, dass ihre Kinder ab Montag nicht mehr in Schulen und Kindergärten gehen dürfen. Durch Verlagerung von Arbeitszeiten und Abstimmungen habe man individuelle Lösungen gefunden und so diese schwierige Betreuungssituation ganz gut auffangen können. Sollte nun allerdings noch eine größere Krankheitswelle dazukommen, dann könne er nicht ausschließen, dass einzelne Filialen in extremen Ausnahmefällen auch einmal tageweise schließen könnten, sagte Gessner. Was ihm wichtig ist: Die Versorgung mit Bargeld sei gewährleistet, es werde auch nicht knapp.

Auch jetzt wurden weitere Veranstaltungen abgesagt. So verschiebt der Verein „Miteinander gegen Krebs“ seine Runde „Fragen an die Experten“, geplant für den 20. März auf später. Auch das protestantische Forum Saarpfalz verzichtet am 16. März auf das Podiumsgespräch im Siebenpfeifferhaus.