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Plädoyer im Korruptionsprozess: Staatsanwalt fordert 17 Monate Haftstrafe für Homburger Ex-Rathauschef

Plädoyer im Korruptionsprozess : Staatsanwalt fordert 17 Monate Haftstrafe für Homburger Ex-Rathauschef

Strafe soll auf Bewährung ausgesetzt werden.

Im Untreue-Prozess gegen den ehemaligen Homburger Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) hat die Staatsanwaltschaft 17 Monate Freiheitsstrafe beantragt. Diese sollte drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden. Das forderte die Anklagevertretung am Saarbrücker Landgericht. Der 67-Jährige hatte zuvor an einem früheren Verhandlungstag überraschend ein Geständnis abgelegt.

Der Vorwurf: Untreue in Zusammenhang mit dem Kauf einer digitalen Musikanlage durch die Stadt für 12 465,87 Euro. Die Anlage war kurz vor dem Ausscheiden Schöners im September 2014 mit Spendengeldern für die musikalische Früherziehung angeschafft worden. Rund zwei Jahre später, im September 2016, fanden Polizisten die Anlage im Probenraum der Musikband, in der Schöner damals Schlagzeug spielte. Und dann ist da noch ein Bautrupp einer kommunalen Gesellschaft, der während der Arbeitszeit im privaten Garten des Oberbürgermeisters tätig gewesen sein soll. Angeblich aus Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit mit dem Politiker.

Das Urteil wird für Freitagmittag (5. April) erwartet.