Sportzentrum wird saniert

Homburg/Erbach. Seit Mitte der Woche ist es amtlich: Das Sportzentrum Erbach, das 2013 seinen 30. Geburtstag feiern kann, wird saniert. Wie wir bereits in der vergangenen Woche berichteten, werden Stadt und Stadtrat die Halle an die Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) verkaufen, eine 100-prozentige Tochter der Stadt

Homburg/Erbach. Seit Mitte der Woche ist es amtlich: Das Sportzentrum Erbach, das 2013 seinen 30. Geburtstag feiern kann, wird saniert. Wie wir bereits in der vergangenen Woche berichteten, werden Stadt und Stadtrat die Halle an die Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) verkaufen, eine 100-prozentige Tochter der Stadt. Damit werden die Folgekosten einschließlich Sanierung den städtischen Haushalt nicht mehr belasten.

Diese Vorgehensweise bestätigte jetzt Oberbürgermeister Karlheinz Schöner auf Nachfrage unserer Zeitung. Für den 11. Dezember würden die betroffenen Vereine eingeladen und über das weitere Vorgehen informiert. Der Aufsichtsrat der HPS tagt zuvor am 5. Dezember, am 13. Dezember soll der Stadtrat grünes Licht geben. Schöner: "Da bin ich optimistisch, denn allein auf diese Art und Weise können wir die Sanierung vornehmen. Das ist die einzige Chance, die Bestandssicherung zu gewährleisten. Im Haushalt fehlt uns das Geld, zumal die Finanzsituation der Stadt immer dramatischer wird." Der OB bestätigte weiter, dass mit der Entscheidung, das Sportzentrum zu sanieren, der seit Anfang des Jahres diskutierte Neubau einer Halle an anderer Stelle in Erbach vom Tisch ist. Was die Komplettsanierung des Sportzentrum letztlich kosten wird, darüber konnte Schöner noch keine Aussagen treffen, "wir müssen jetzt mit den Vereinen gemeinsam erst ermitteln, was verbesserungswürdig ist und was fehlt".

Der städtische Sportbeigeordnete Gerhard Wagner werde sich darum kümmern. Und wie sieht es mit der HPS aus? Wie viele städtische Objekte kann die Gesellschaft eigentlich noch übernehmen, nachdem kürzlich auch der Musikpark hinzugekommen ist? Da sieht der OB keine Probleme: "HPS generiert aus den Konzessionsverträgen regelmäßig eine stattliche Millionensumme - mit all den Verpflichtung." Für das Sportzentrum wird die HPS schätzungsweise bis zu drei Millionen Euro zahlen müssen.

Während die Planungen für das Sportzentrum derzeit noch theoretischer Natur sind, geht es an anderer Stelle in Erbach derzeit bereits zur Sache. Die alte Halle, die seit Jahren wegen Sicherheitsgründen geschlossen ist, wird derzeit abgerissen (wir berichteten) und gehört in Kürze endgültig der Vergangenheit an. Dabei - wie wir in unserer Freitagsausgabe berichteten - löst sich das alte Gemäuer mittlerweile quasi von selbst auf, wie der Einsturz der Giebelwand zur Straße hin gezeigt hat. "Im städtischen Haushalt fehlt uns das Geld für eine Sanierung"

Karlheinz Schöner