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Spende an Palliativstation an Uniklinik in Homburg hilft schwerst kranken Kindern

Geld für Wünschewagen und Projekt Klee : Bei Vorträgen wurde Geld für die Palliativstation gesammelt

Eine Spende in Höhe von 700 Euro übergaben Anni Schindler, Ortsvertrauensfrau von Erbach, Edi Boßlet und Franz Boßlet jetzt an Professor Sven Gottschling, Chefarzt am Zentrum für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie der Unikliniken des Saarlandes in Homburg.

 Der Spendenbetrag kam bei zwei Vortragsveranstaltungen über die „Historischen Sandrennbahnrennen“ im November und Dezember des vergangenen Jahres zusammen. Edi und Franz Boßlet hatten diese Vorträge über die Bahnrennen von 1952 bis 1961 in Erbach gehalten. Und noch plastischer wurde das Geschehen, da auch Bilder aus dieser Zeit von Markus Emser, der sich im historischen Verein Homburg engagiert, zu sehen waren.

480 Euro wurden an den beiden Abenden im Haus der Begegnung in Erbach für die Palliativstation gesammelt. Fahrschulbesitzer Franz Boßlet rundete den Betrag dann auf 700 Euro auf, die nun an Professor Gottschling übergeben wurden.

Dieser bedankte sich für die großzügige Spende und informierte, dass jeweils die Hälfte der Spendensumme an den ASB-Wünschewagen und an das neue Projekt „Klee“ fließen werde. Bei dem Angebot „Klee“, einer Kooperation zwischen den Universitätsklinken des Saarlandes und dem Arbeiter-Samariter-Bund Saarland, werden Kinder und Jugendliche lebensbedrohlich erkrankter oder auch verstorbener Eltern unterstützt. So finden hier beispielsweise Beratungsgespräche für Familien statt. Eine altersgerechte Aufklärung informiert über Krankheitsbilder und medizinische Maßnahmen, wie zum Beispiel Chemotherapie, Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen von Krankheiten. Es werden auch schwierige Themen, wie Tod und Sterben angesprochen.

Individuell werden im Rahmen von Einzelgesprächen Kinder und Jugendliche psychologisch beim Krankheitsverlauf der Eltern betreut. Das Ziel: Ängste sollen abgebaut werden. Darüber hinaus wird die Begleitung bei Trauerprozessen angeboten. Zudem wird die Therapie mit ausgebildeten Therapiebegleithunden näher vorgestellt und angeboten. Weiter finden Fortbildungen und Schulungen zum Umgang mit Krankheit, Trauer und Tod bei Kindern und Jugendlichen für Interessierte, Eltern sowie Mitarbeiter in medizinischen oder pädagogischen Berufen statt.