Kirmes im Homburger Stadtteil : Kirrberg hält die Kerwetradition hoch

Auch wenn es diesmal ein etwas abgespecktes Kerweprogramm gab: Die Kerbricher feierten wieder ausgelassen.

Vier Tage Kerbricher Kerb hieß es am vergangenen Wochenende. Auch wenn Straußumzug, Kerberedd mit Straußmääde- und buuwe auch diesmal fehlten, die Besucher kamen besonders am Sonntag nicht nur wegen des sonnigen Herbstwetters auf ihre Kosten. „Unsere Kerbetradition ist uns wichtig und wir freuen uns jedes Jahr, wenn zu uns möglichst viele Gäste zu diesem Ereignis kommen“, erklärt Aline Ulrich, Inhaberin der Gaststätte „Zur Alten Post“. Am Sonntagnachmittag spielte hier im Biergarten das Kirrberger Blasorchester Die Hofgassler unter der Leitung von Klaus Dejon auf. Alle  Bänke waren besetzt. Die Musiker präsentierten typisch bayrisch-böhmische Titel und Melodien, die bei den Besuchern auch diesmal gut ankamen. Auch der Auftritt der Band Lucky Random am Kerbemontag war gut besucht.

 Kaum 100 Meter von der Gaststätte entfernt, bot der kleine, aber feine Kerbeplatz vor die Grundschule Fahr- und Unterhaltungsspaß für kleine und große Kerbefreunde. Für die Kinder war ein Karussell aufgebaut. Hoch und runter in schneller Folge ging es bei einem weiteren Fahrgeschäft, bei der man vor Fahrtantritt schon „magenfest“ sein sollte. Ein Schießstand fehlte ebenso wenig wie eine Losbude.

„Schade, dass es Kerberedd und Kerbestrauß nicht mehr bei uns gibt. Aber die Kirmesfreude lasse ich mir nicht nehmen“, sagte Martin Simon, bevor er sich am frühen Sonntagnachmittag auf den Weg zum Sportplatz des SV Kirrberg machte.

„Bei uns im Verein ist schon einiges los an der Kerb“, so Simon, gleichzeitig auch Jugendleiter beim Sportverein. Nachdem man anlässlich der Kirbricher Kerb am Samstag ein F-Jugendturnier veranstaltete, freute man sich am Sonntagnachmittag auf die Kerbespiele der ersten und zweiten Mannschaft. „Ein Spiel bei unserer Kerb zu gewinnen, das ist schon etwas ganz Besonderes“, findet Dominik Steiner, Spieler des Landesligateams des SV Kirrberg.

Daher lege man sich dann besonders ins Zeug, um die Punkte zu behalten. „Gefeiert wird auf jeden Fall, egal, wie das Spiel ausgeht.“ Für Steiner und seine Kollegen aus der ersten Mannschaft gab wirklich etwas zu feiern: Mit 5:1 wurde im Kellerduell der Landesliga Ost der Nachbar ASV Kleinottweiler bezwungen. Da wollte auch die zweite Mannschaft des SV Kirrberg nicht leer ausgehen. Sie setzte sich gegen die zweite Mannschaft der ASV Kleinottweiler mit 4:0 in ihrer Partie der Kreisliga A Höcherberg durch.

 Schlachtfest und Frühschoppen kamen bei der Kerb beim SV Kirrberg gut an und zeigten auch hier, dass die „Kerbricher Kerb“ noch lebt und noch lange nicht das Ende der Kerbetradition in diesem Homburger Stadtteil droht.