Spannende Lust am Experimentieren

Homburg. Wuchtige Plastiken, Bilder, kleinere Objekte und viele unterschiedlicher Materialien: von Edelstahl, Granit, Beton, über Bronze bis zu Acryl und Silikon. Für die Ausstellung von Jürgen Trösch, die jetzt im Kulturzentrum Saalbau unter dem Titel "Formenwandel" eröffnet wurde, sollten Besucher sich Zeit nehmen und einlassen auf die Dynamik, die diese Schau ausstrahlt

Homburg. Wuchtige Plastiken, Bilder, kleinere Objekte und viele unterschiedlicher Materialien: von Edelstahl, Granit, Beton, über Bronze bis zu Acryl und Silikon. Für die Ausstellung von Jürgen Trösch, die jetzt im Kulturzentrum Saalbau unter dem Titel "Formenwandel" eröffnet wurde, sollten Besucher sich Zeit nehmen und einlassen auf die Dynamik, die diese Schau ausstrahlt.Noch bis zum 1. April kann man die 26 Arbeiten, darunter sieben Ölgemälde und 19 Objekte, des gelernten Industriemechanikers und freischaffenden Künstlers hier sehen. Dabei war Trösch bereits als Jugendlicher von plastischer Kunst fasziniert. Dennoch startete er als Handwerker mit einer Lehre bei der Firma INA-Saarnadellager als Industriemechaniker. Zur Ausbildung gehörte das Anfertigen von Bauelementen und Einzelteilen mit handgeführten Werkzeugen und Maschinen sowie die Montage und Installation von technischen Teil- und Steuerungssystemen. Hier erfuhr Trösch sein technisches Wissen und wichtige Materialkunde. Er durfte tüfteln, testen und entwerfen und war bereits mit 17 Jahren für die Optimierungsprozesse werkseigener Maschinen zuständig.

Seine ersten künstlerischen Arbeiten sind 1995 entstanden, seither arbeitet Trösch als Autodidakt und machte sich 2001 selbstständig als freischaffender Künstler. Neben Metall, Naturstein, Holz, Wasser und Wind kamen später Glas und farbiges Licht , aber auch Leinwand und Farbe als Medium dazu. Seine Philosophie ist Offenheit und Experimentierlust, sein oberstes Gebot der Moment der Spannung. Kulturbeigeordneter Raimund Konrad betonte bei seiner Begrüßung, dass die Ausstellung sehr gut zu Homburg passe, da die Stadt neben ihrer Rolle als bedeutender Industriestandort im Saarland auch eine historische Bedeutung habe und eine Stätte kulturellen Lebens sei. Im Anschluss führte die Kunsthistorikerin Mathis-Sandmeier die vielen Besucher in die künstlerischen Werke ein. Am Freitag, 23. März, 18 Uhr, können Interessierte noch einmal bei einer Führung dabei sein, der Künstler wird anwesend sein. Der Eintritt in die Schau ist generell und auch an diesem besonderen Termin frei. Die Galerie im Kulturzentrum Saalbau ist am Wochenende vom 17. bis 18. März wegen einer Veranstaltung geschlossen. red