Sonne satt lockte zum Landmarkt

Homburg. Besser hätte es für die Macher des Homburger Landmarktes am Samstag wohl kaum laufen können: Strahlend blauer Himmel, herbstlich-warme Temperaturen, dank der über 30 Anbieter ein nicht weniger herbstlich anmutender historischer Marktplatz, alles war gut

Homburg. Besser hätte es für die Macher des Homburger Landmarktes am Samstag wohl kaum laufen können: Strahlend blauer Himmel, herbstlich-warme Temperaturen, dank der über 30 Anbieter ein nicht weniger herbstlich anmutender historischer Marktplatz, alles war gut. Über den Tag hinweg lockte das Angebot regionaler Produkte fast aller Art, vom heimischen Ziegenkäse bis zur Wild-Rostwurst, von saisonalen Ackerfrüchten und Blumen bis zu Kunsthandwerk "von um die Ecke" einige tausend Gäste in Homburgs historischen Stadtkern. Grund genug für Homburgs Bürgermeister Klaus Roth, der Veranstaltung viel Perspektivisches und Nachhaltiges zu attestieren. "Wie wir heute Morgen sehen können, hat der Landmarkt seinen Platz im Reigen Homburger Märkte gefunden. Der Zuspruch ist erfreulich groß, wir haben sehr viele Anbieter hier. Und ich glaube, es sind heute sehr viele Menschen gerade aufgrund dieses Landmarktes nach Homburg gekommen." Damit hätte sich, zumindest an diesem Tag, das Konzept ausgezahlt, Homburg als "Stadt der Märkte" im Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden im Saarland zu platzieren. Dass man die Besucher, nach Biosphärenfest und Umwelt- und Friedenstags mit einem Landmarkt als dritter Veranstaltung mit in Teilen vergleichbarem Angebot überfordern würde, daran glaubte Roth nicht. "Regionale Produkte kann man gar nicht oft genug propagieren. Immerhin erleben wir hier das, was früher gang und gäbe war: Dass die Produzenten aus den umliegenden Dörfern ihre Angebote auf dem Markt feilgeboten haben. Das ist auch die Entstehungsgeschichte des Ortes, an dem wir uns heute befinden." Als eine Gegenbewegung zur "Globalisierung", auch in den Wegen und Produktionsstätten angebotener Waren bei Discountern und anderen Handelshäusern, sah Roth den zunehmenden Wunsch der Käufer nach regionalen Produkten allerdings nicht ausdrücklich. "Natürlich könnte man das so interpretieren. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob genau das die Triebfeder ist, die die Menschen heute hier nach Homburg auf den Landmarkt gebracht hat. Deswegen möchte ich das eigentlich nicht in einen so großen, übergeordneten politischen Rahmen stellen." Mit welcher Motivation auch immer es die Besucher am Samstag nach Homburg gezogen hatte, an Begeisterung ließen es die Gäste nicht mangeln. An den über dreißig Ständen wurde ausgiebig gestöbert, gestaunt und genossen. Die eindeutig herbstliche Prägung vieler Angebote rückte auch die Jahreszeit wieder ins Bewusstsein der Käufer, die darüber nicht undankbar waren. "Es tut gut, sich einmal wieder dem Zyklus der Natur ' zu unterwerfen'. Man ist das ja schon gar nicht mehr gewohnt in einer Zeit, in der im Herbst die Supermärkte schon Weihnachtsartikel anbieten und man an 365 Tagen im Jahr Erdbeeren essen kann", gestand Besucher Thomas Philippi. "Sich auch mal zu beschränken und mit dem Gut zu leben, was die Natur in den einzelnen Jahreszeiten bieten kann, das ist eine gute Idee für die Zukunft."