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So war der Wahlsonntag im Wahlkreis 299, Wahlkreis Homburg genannt

Der Wahlsonntag im Saarpfalz-Kreis : Auf den Straßen merkte man vom Wahlsonntag wenig

Wer am Sonntag schon früh in den sozialen Medien unterwegs war, dem wurde schnell klar: „Heute ist Wahltag. Am 26. September wird in Deutschland gewählt. Informiere Dich beim Bundeswahlleiter, wie Du noch vor 18 Uhr Deine Stimme abgeben kannst.“ Ab 8 Uhr am Morgen wechselte der Urnengang dann von der virtuellen Welt in die reale, die Wahllokale öffneten.

In Homburg waren immerhin 30 über die ganze Stadt verteilt. Zudem galt es am Abend, noch die Stimmen aus die Briefwahlen auszuzählen – bei dieser Wahl deutlich mehr als bei vergangenen Urnengängen.

In Limbach, so die Auskunft vor Ort, war schon ab 8 Uhr einiges los. Im Wahlbezirk 12 musste man gegen 11 Uhr sogar ein bisschen anstehen. Und während man dort gegen Mittag Wähler um Wähler auf den Wahllisten abhakte, zeigte sich der Wettergott einigermaßen ungnädig mit dem so wichtigen Sonntag: Aus dichten Wolken begann es dauerzuregnen – dem üblichen Spaziergang zur Wahl machte das einen deutlichen Strich durch die Rechnung.

Um 15 Uhr war der Andrang auch in den Wahllokalen in St. Ingbert weiter hoch. Die Ingobertushalle, in der drei Stimmbezirke wählten, wurde als Wahllokal gut angenommen,  auch wenn sich einige zunächst in die benachbarte Stadthalle verirrten. Dort begann kurz nach 15 Uhr der Einsatz für rund 100 Wahlhelfer in zehn Briefwahlbezirken. Die Auszähltische lagen voll mit roten Briefwahlumschlägen. Gegen 14 Uhr errechnete die Stadtverwaltung in drei Stimmbezirken in St. Ingbert und Rohrbach die Wahlbeteiligung: Sie lag zu dieser Zeit zwischen 52 und  64 Prozent.

Ortswechsel, Homburg, 14 Uhr. Eigentlich sollte ein verkaufsoffener Sonntag mit üppigem Rahmenprogramm den Wahlsonntag in der Kreisstadt ein bisschen bunter gestalten. Immerhin wollte man eine Modenschau auf großem Laufsteg auf dem Christian-Weber-Platz präsentieren. Und so kam es dann – auch wenn Regenwolken über der  Innenstadt schwebte. Aber es blieb  trocken. Hörte man sich um, dann konnte man schon den Eindruck einer höheren Wahlbeteiligung gewinnen. Aber das war natürlich nur eine gefühlte Wahrheit. Auch gefühlt: Auf den Straßen und Plätzen in Homburg, Bexbach und Kirkel merkte man ansonsten nicht viel von einem Wahlsonntag, dem eine Richtungsentscheidung nachgesagt wurde. Sah man von denen ab, die in Homburg den verkaufsoffenen Sonntag nutzten, war es ruhig. Einzig eine erhöhte Polizeipräsenz in der Homburger City wirkte etwas ungewöhnlich.

Wenn man mit den Menschen auf den Straßen ins Gespräch kam, da wurde schnell klar, dass keiner und keine so wirklich eine Wahlprognose wagen wollte. Esra Limbacher von der SPD oder Markus Uhl von der CDU? Die Meinung da eindeutig uneindeutig: „Das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen“.