Sing 'n' Swing trat in Jägersburg auf

Weihnachtskonzert : Chorgesang mit weihnachtlichem Glanz

In die Kirche St. Josef in Jägersburg hatte der Chor Sing ’n’ Swing zum traditionellen Weihnachtskonzert eingeladen.

Nach einige Auftritten ist das Weihnachtskonzert des Chors Sing ’n’ Swing in der katholischen Pfarrkirche St. Josef in Jägersburg schon eine gute Tradition. Auch in diesem Jahr schafften es die 37 Sängerinnen und Sänger, die Kirche fast komplett zu füllen. Geboten bekam das Publikum ein reichhaltiges Repertoire an hauptsächlich englischsprachigen Weihnachtsliedern.

Mit Teelichtern in der Hand liefen die Chormitglieder vom Eingang der Kirche bis zu den Stufen des Altars, wo sie sich aufstellten. Zunächst begrüßte Sänger Thomas Debrand das Publikum, insbesondere die Vorsitzende des saarländischen Chorverbandes, Marianne Hurth, sowie den Vorsitzenden des Kreis-Chorverbandes, Frank Vendulet, dem er an diesem Tag auch noch zum Geburtstag gratulieren durfte.

Dann begann das Programm mit zwei deutschen Weihnachtsliedern, „Im Dunkeln naht die Weihnacht“ und „Das Licht kommt in die Welt“. Unterstützt wurde der Chor von zwei fehlerlos agierenden Musikern, Philipp Schneider an der Querflöte und Michael Czulak am elektrischen Piano. Ein erster Höhepunkt war das fast schon rockige „People who walk in darkness“, das mit sehr viel Wucht und Dynamik vorgetragen wurde. Als am Ende vehement eine Zugabe gefordert wurde, suchte Chorleiterin Ulrike Bleif eben jenes Stück zur Wiederholung aus.

Neben traditionellen Gospels und Weihnachtsliedern fanden sich im Repertoire viel moderne Kompositionen wieder, so wie „How will we know him“ von Jay Althouse, das rein musikalisch auch in das Musical Hair passen würde. In der Mitte des Programms bekam Pianist Czulak Gelegenheit, mit einem Medley aus Weihnachtsliedern sein Können zu beweisen. In diesem bezaubernden Medley fanden sich bekannte Melodien wie „Jingle Bells“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“. Das wurde sehr virtuos vorgetragen und bekam dementsprechend starken Beifall.

Im zweiten Teil stachen zwei Lieder hervor: Einmal das gleichzeitig feierlich und fröhlich klingende „Angelus ad virginem“, ein traditionelles irisches Weihnachtslied mit lateinischem Text, und dann „Herbei, o ihr Gläubigen“ wegen seines ausgefeilten Arrangements. Debrand sprach dann noch im Namen des Chors seinen Dank aus an Ulrike Bleif für „die wunderbare Liedauswahl“. Natürlich vergaß er nicht, Werbung für den Chor zu machen. Bei einem Geschlechterverhältnis von 27 Frauen und zehn Männer war es nicht schwer zu erraten, welcher Art Neumitglieder Sing ’n’ Swing sehr gut brauchen könnte. Bässe und Tenöre werden also weiterhin gerne aufgenommen.

Ab dem 7. Januar gehen die immer montagabends stattfindenden Proben in Bruchhof weiter. Anschließend konnte die ganze Kirche bei „Stille Nacht“ mitsingen, ehe „O Holy Night“ das 75-minütige Programm beschloss. Wie erwähnt wurde dann fieberhaft nach einer passenden Zugabe gesucht – hatte die Chorleiterin im Ernst nicht damit gerechnet? Denn das hätte man leicht voraussagen können. Die Darbietung war nämlich sehr gut angekommen, es machte Spaß zuzuhören und die Atmosphäre in der Kirche stimmte – das darf gerne nächstes Jahr wiederholt werden.