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Silvester-Feuerwerk wird in Homburg kaum vermisst

Umfrage zum Jahreswechsel : Silvester-Feuerwerk wird in Homburg kaum vermisst

Nicht nur die zurückliegenden Weihnachtsfeiertage konnten wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt begangen werden, sondern auch Silvester und Neujahr finden eher sehr still statt. Der Verkauf von Feuerwerk wurde verboten und auch das Abbrennen von Raketen und Böllern auf öffentlichen Plätzen ist untersagt.

Gemeinsame Feiern ins neue Jahr hinein sind auf ganz wenige Personen beschränkt. Silvesterpartys in Restaurants und Diskotheken sind nicht möglich. Silvester findet 2020/21 also in einem ganz anderen Rahmen statt.

Bei einer Kurz-Umfrage unserer Zeitung am Dienstag, die aber nicht repräsentativ ist, zeigte sich, dass das Abbrennen von Leuchtraketen und Knallern zum Jahreswechsel von nur wenigen Menschen vermisst wird. So sagte auch Michael Weinsheimer aus Schönenberg-Kübelberg: „Ich brauche kein Feuerwerk, und ich vermisse es auch nicht. Schade nur, dass wir wegen Corona nur im kleinsten Kreis feiern können.“ Mit seiner Frau und einem befreundeten Ehrpaar werde man zu viert ins neue Jahr 2021 starten. Als Silvesteressen gebe es Bratwürste.

Sam Fischer. Foto: Markus Hagen

 Markus Rollmann feiert nur im engsten Familienkreis mit Frau und den beiden Kindern. „Unser Sohn ist drei Jahre alt und unsere Tochter erst ein Jahr. Beide Kinder sind natürlich um Mitternacht längst im Bett. Schön, dass es kein lautes Feuerwerk um diese Uhrzeit geben wird. Dann können sie ruhig weiterschlafen.“

Michael Weinsheimer. Foto: Markus Hagen

Auch für Sam Fischer ist Feuerwerk nicht erwünscht. „Ich habe mir daraus noch nie etwas gemacht.“ Der selbstständige Autohändler wird sich am Silvestertag zunächst mit Arbeiten in seinem Unternehmen beschäftigen. Einige Stunden werde er so beschäftigt sein. Den Abend wird er dann allein verbringen. „Groß zu feiern gibt es ja auch nichts nach diesem Jahr.“

Karsten Mühmel. Foto: Markus Hagen

Julius Tuch aus Homburg vermisst das Feuerwerk ebenfalls nicht. „Das ist unnötig, belastet die Umwelt und ist für mich Geldverschwendung.“ Auch er wird den Silvesterabend alleine verbringen.

Julian Lauffer. Foto: Markus Hagen

 Roswitha Fetzer braucht ebenfalls kein buntes Feuerwerk mit lautem Getöse: „Das ist unnötig“, findet sie. Sie feiert mit ein bis zwei Bekannten im engsten Freundeskreis ins neue Jahr. Dagegen hätte sich Karsten Mühmel, Betreiber eines Imbissstandes auf dem Christian-Weber-Platz, gerne ein Feuerwerk über den Schossberg angeschaut. „Ein bisschen vermisse ich die bunten Lichter am Himmel schon. Aber wegen Corona kann es nun nicht stattfinden. Das ist eben so.“ Zu Hause feiert er nicht mit Freunden und Bekannten, wie sonst. „Wir bleiben im Familienkreis.“ Mit zwei Kindern und seiner Frau wird er den letzten Tag des Jahres begehen. Und wer sorgt für den Silvesterschmaus? „Das überlasse ich an diesem Abend sehr gerne meiner Frau“, sagt Mühmel schmunzelnd. Schließlich sei er Tag für Tag in seinem Imbisstand mit der Zubereitung von Bratwürsten, Schwenkern und Pommes Frites beschäftigt und froh, wenn er einmal nicht an Herd und Ofen stehen muss.

 Bärbel Schön ist mit ihrer Freundin zusammen. „Wir schauen uns schon sehr gerne das Feuerwerk an. Stehen gerne zusammen und trinken auf das neue Jahr ein Gläschen Sekt.“ Doch leider müsse man darauf in diesem Jahr verzichten, sich mit vielen Bekannten zu treffen und zu feiern. „Es wird nun ein ganz ruhiger Jahreswechsel. Leider. Aber man darf nicht vergessen, wie viel Leid diese Corona-Krise über viele Menschen schon brachte. Da wäre es absolut unangebracht, mit Feuerwerk, Böllern und großen Feiern das neue Jahr 2021 zu begrüßen.“

Markus Ganster hat noch einige Knallkörper und Feuerwerks-Raketen aus dem vergangenen Jahr übrig. „Gut, dass ich einen eigenen Garten habe und hier darf ich ja die Raketen um Mitternacht zünden.“ Gemeinsam mit drei Familienmitgliedern wird man dann im engsten Kreis etwas feiern. „Mit den sonst üblichen Silvesterpartys bei mir zu Hause hat das aber nichts zu tun. Es ist halt diesmal alles etwas anders.“

Als unattraktiv bezeichnet Julian Lauffer Feuerwerk mit Raketen und Böllern. Mit drei Familienmitgliedern werde man ganz ruhig das alte Jahr 2020 verabschieden. „Wir sitzen gemütlich beisammen zum Silvesteressen.“ Rinderfilet steht bei den Lauffers auf dem Speiseplan.