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Sieben Saarpfälzer im neuen Landtag

Sieben Saarpfälzer im neuen Landtag

Alexander Funk wechselt von Berlin nach Saarbrücken. Neu dabei ist Jutta Schmitt-Lang.

Enttäuschung bei den einen, Hochstimmung bei den anderen. Das haben Wahlen so an sich. In den Landtag geschafft hat es der bisherige Bundestagsabgeordnete Alexander Funk (CDU) aus Bexbach, der sich auf seine neuen Aufgaben freut:, "Ich kann mich künftig in meiner Heimat für meine Heimat einsetzen." Das Ergebnis habe er so deutlich nicht erwartet. Es sei auch eine klare Absage an ein linkes Bündnis, das werde Auswirkungen auf den Bundestagswahlkampf haben, so Funk.

Die Blieskastelerin Jutta Schmitt-Lang (CDU) war guter, aber auch gespannter Stimmung, da zunächst gestern Abend noch nicht klar war, ob ihr achter Platz auf der Wahlkreisliste für einen Sitz im Landtag reichen wird. "Ich harre der Dinge, die da kommen werden." Über das CDU-Ergebnis zeigte sie sich "sehr erfreut", auch über das Abschneiden der Christdemokraten in Blieskastel und im Bliestal. Am Ende sollte es für sie reichen, genauso wie für Stephan Toscani von der CDU.

Bei der SPD hatte dagegen schon direkt nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnung im Büro der Partei in der Homburger Eisenbahnstraße sichtbare Enttäuschung über den deutlichen Abstand zur CDU geherrscht. Landtagskandidatin Elke Eder-Hippler - auch sie wird wieder dabei sein - wollte das Ergebnis gar nicht schönreden. Einer Fortsetzung der großen Koalition werde man sich nicht verschließen, Konflikte aus dem Wahlkampf hätten in der anstehenden Regierungsarbeit keine Bedeutung. Neben Eder-Hippler wird auch Stefan Pauluhn dem neuen Landtag angehören.

Barbara Spaniol, die auch künftig für die Linken im Landtag sitzen wird, bezeichnet das Abschneiden ihrer Partei als "ordentliches Ergebnis" angesichts des Schulz-Hypes und der AfD, die ja den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft hat. Für die AfD hat Lutz Hecker einen Sitz errungen.

 Alexander Funk (CDU). Foto: Thorsten Wolf
Alexander Funk (CDU). Foto: Thorsten Wolf Foto: Thorsten Wolf
 Elke Eder-Hippler (SPD). Foto: Thorsten Wolf
Elke Eder-Hippler (SPD). Foto: Thorsten Wolf Foto: Thorsten Wolf
 Stefan Pauluhn (SPD). Foto: Becker&Bredel
Stefan Pauluhn (SPD). Foto: Becker&Bredel Foto: Becker&Bredel
 Barbara Spaniol (Linke). Foto: Stumm/SZ
Barbara Spaniol (Linke). Foto: Stumm/SZ Foto: Stumm/SZ
 Jutta Schmitt-Lang (CDU). Foto: Hans Hurth
Jutta Schmitt-Lang (CDU). Foto: Hans Hurth Foto: Hans Hurth
 Lutz Hecker (AfD). Foto: Oliver Dietze
Lutz Hecker (AfD). Foto: Oliver Dietze Foto: Oliver Dietze

Vor allem die beiden kleinen Parteien, FDP und Grüne, hatten sich schon recht kurz nach Schließung der Wahllokale alle Hoffnungen abschminken müssen. Die FDP habe ihr Ziel, in den Landtag zu kommen, deutlich nicht erreicht, sagte Marcel Mucker aus St. Ingbert. Der Wahlkampf sei gut gewesen, am Ende habe sich alles auf das Duell Annegret Kramp-Karrenbauer und Anke Rehlinger zugespitzt. Auch der St. Ingberter Markus Schmitt (Grüne) machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl, setzt aber auf das Prinzip Hoffnung. Jede Niederlage habe etwas Gutes. Er sieht im schwachen Resultat der Grünen ein Signal für eine Neuausrichtung der Partei.