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Sie zauberten mit ihren Instrumenten

Sie zauberten mit ihren Instrumenten

Die Zuhörer in der Homburger Musikschule bedankten sich mit tosendem Applaus für ein Akkordeonkonzert der Spitzenklasse.

Ein meisterliches Akkordeonkonzert wurde am Samstagabend den Zuhörern in der Homburger Musikschule geboten. Das Akkordeonorchester Homburg-Hüttigweiler, das Akkordeonensemble der Musikschule Homburg, sowie Akkordeonschüler der Musikschule gaben ein über zweistündiges Konzert.

Die Gesamtleitung der Orchester hatte Christine Scheid-Künzer, die die fast zweihundert Zuhörer begrüßte und zu den Akkordeonklängen gute Unterhaltung wünschte. Der 2. Vorsitzende des Harmonikavereins Hüttigweiler, Manfred Sick, moderierte und führte durch das sehr abwechslungsreiche Programm.

Das Akkordeonensemble der Musikschule Homburg eröffnete mit der Ouvertüre "Alessandro Stradella" von Friedrich von Flotow das Konzert. Schon nach der Ouvertüre war jedem Zuhörer in der Aula klar, welchen orchestralen Klang das Instrument Akkordeon versprühen kann. Stücke von Friedrich Haag, "Vor einer alten Kirche", "Oblivon", von Astor Piazzolla, "Faraon", von Andrej Mouline und ein Stück von Kees Vlak, "Israel Shalom", zeigten die Vielfältigkeit des Instruments.

Ein tosender Applaus verabschiedete die Musiker in die Pause. Alice Forsters Tochter, Eva- Maria Forster, spielte im Orchester mit; Alice war schon zur Halbzeit vom bisher Gespielten begeistert: "Ich liebe den unnachahmlichen Klang des Akkordeons und die unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen, bei denen man das Instrument einsetzen kann. Ich bin ein großer Fan der Akkordeonmusik, und wo immer ein Konzert gespielt wird, bin ich dabei".

Aus Zweibrücken war Familie Jaenicke mit ihrem achtjährigen Sohn Oliver zum Konzert gekommen. Oliver spielt seit einiger Zeit Akkordeon, das erfreut die Eltern. "Wenn man hört, was man mit diesem Instrument an Klangzauber erreichen kann, das ist purer Hörgenuss", sagte Olivers Vater. Auch Mutter Susanne war zur Pause von dem abwechslungsreichen Programm und der Vortragsweise der Stücke sehr beeindruckt.

Der zweite Teil des Abends wurde mit der "Ouvertüre Furiant" von Adolf Götz eröffnet, gespielt vom Akkordeonorchester Homburg-Hüttigweiler. Es folgte ein Stück von Jacob de Haan, "Concerto d'Amore".

Danach hatten die jüngsten Akkordeonisten ihren großen Auftritt. Von Wolfgang Russ-Plötz wurde "Magic", ein aus sechs Teilen bestehendes Musikstück gespielt, das Mystik und Zauber klanglich zelebriert. An Applaus wurde an diesem Abend nicht gespart, was die Akteure boten, war ganz einfach Spitzenklasse.

Auch Valerian Helbling, der Dirigent der Harmonikavereinigung Neunkirchen, war voll des Lobes: "Es ist natürlich auch interessant, was befreundete Akkordeonvereine in ihrem Programm musikalisch dem Zuhörer bieten". Mit Szenen aus dem Schwarzwald von Markus Götz, "Silva Nigra", gespielt vom Akkordeonorchester Hüttigweiler, war erneut die Vielfältigkeit des Instruments Akkordeon zu hören. Die Orchester wurden sogar mit Schlagzeug und Pauken rhythmisch unterstützt. Auch Piano, Bass, Knopf und Elektronium-Akkordeon kamen zum spielerischen Einsatz.

Der vierzehnjährige Robin Bischoff aus Bexbach spielt seit sechs Jahren im Schülerorchester. Aufmerksam auf das Instrument wurde er bei einem Urlaub mit den Eltern in Österreich. Robin erinnert sich noch gut an seine erste Begegnung mit dem Instrument: "Damals war ich acht Jahre alt und die alpenländische Musik, bei der das Akkordeon zum Einsatz kommt, hat mich fasziniert. Ich ließ nicht locker, und meine Eltern liehen mir vorerst ein Kinderakkordeon aus. Heute habe ich mein eigenes Akkordeon und habe Vorbilder innerhalb des Vereins, denen ich nacheifern möchte". Das Konzert, das die wunderbare Vielfalt des Akkordeons in professioneller Spielweise dem Publikum vorgeführt hatte, endete mit Zugaben, darunter die Stücke "A night like this" und "Tango pour Claude". Wer Interesse am Akkordeonspielen hat ist jederzeit im Verein willkommen. Der Eintritt zum Konzert war frei, Spenden wurden dankend entgegengenommen.