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Sicherheitslage an Fastnacht hat sich verändert

Sicherheitslage an Fastnacht hat sich verändert

SZ-Umfrage-Center: Die große Mehrheit der Befragten spricht sich für verstärkte Polizeikontrollen über die tollen Tage aus.

Wie sicher sind die tollen Tage? Dieses Frage stellten wir den Leserinnen und Lesern im Saarpfalz-Kreis in einer Blitzumfrage. Hintergrund ist die zunehmende Angst nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt nun auch in Deutschland. Die meisten Veranstalter von Fastnachtsumzügen auch in unserer Region haben die Sicherheitsvorkehrungen in diesem Jahr verstärkt.

An unserer Umfrage haben sich 212 Personen beteiligt, damit ist sie natürlich nicht repräsentativ, sie kann aber durchaus einige Fingerzeige geben. Zunächst wollten wir von unseren Lesern wissen, ob sie denn an den tollen Tagen überhaupt mitmachen. Dabei ist festzustellen, dass die Leute im Raum St. Ingbert und Blieskastel wohl die eifrigeren Narren sind. Denn hier antworteten immerhin 39 Prozent mit Ja, sie beteiligen sich also an Fastnacht. 50 Prozent lehnen hier das närrische Treiben ab. Elf Prozent antworteten mit "Weiß nicht". Im Raum Homburg, Bexbach, Kirkel sind nach eigenen Angaben lediglich 21 Prozent bei den tollen Tagen dabei, 69 Prozent nicht, zehn Personen antworten mit "Weiß nicht".

Bei Frage 2 ist sich der gesamte Saarpfalz-Kreis anscheinend einig. Wir wollten wissen: "Halten Sie die Sicherheitslage bei Umzügen und anderen Veranstaltungen gegenüber den Vorjahren für verändert?". 31 Prozent antworteten kreisweit mit "Ja, sehr stark", 48 Prozent mit "Ja, ein bisschen". 18 Prozent sehen dies anders und antworteten mit "Nein, eher nicht", nur drei Prozent sind der Meinung "Nein, absolut nicht".

Einhellig war auch die Meinung im Kreis zur Frage 3: "Sollen Polizeikontrollen und private Sicherheitsdienste verstärkt werden?", wollten wir wissen. 65 Prozent wollen dies und antworteten mit "Ja". 23 Prozent lehnen verstärkte Kontrollen ab. Zwölf Prozent antworteten mit "Weiß nicht".

Wir hatten die Leserinnen und Leser auch gebeten - abgehoben von den Fragen - auch ihre Meinung zum Thema mitzuteilen. So sind viele der Auffassung, dass man sich trotz Terrorgefahr den Spaß an der Fastnacht nicht nehmen lassen sollte. "Es kann keine 100-prozentige Sicherheit geben - auch nicht durch noch mehr Polizei", sagte ein Befragter. Ein anderer meinte: "Egal, wo man auf den Straßen feiert, passieren kann überall etwas". Ein Leser wurde deutlich: "Mir macht die steigende Zahl Gewalttätiger oder Gewaltbereiter in unserer Region mehr Sorgen als der Terror". Sind die meisten für umfangreichere Kontrollen, lehnen andere diese ab: "Massive Kontrollen verstärken nur das Angstgefühl."

Zum Thema:

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