Seit 50 Jahren ein wichtiger Teil der Gemeinde

Seit 50 Jahren ein wichtiger Teil der Gemeinde

Es gibt noch neun Frauen, die als Gründungsmitglieder davon berichten können, wie sich die katholische Frauengemeinschaft St. Fronleichnam gegründet hat. Eine von ihnen, Maria Maurer, war auch beim Jubiläumsgottesdienst dabei.

Seit einem halben Jahrhundert vertritt die katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Fronleichnam die Interessen der Frauen in der Homburger Pfarrgemeinde und gibt ihnen eine Stimme. Seit 50 Jahren gehört es zur Tradition, das Leben in der Gemeinde vor Ort aktiv mitzugestalten. Im Rahmen eines von Pfarrer Markus Hary, Präses Norbert Kaiser sowie den beiden Patern Heinz Limburg und Ludger Holtmann gestalteten Gottesdienstes feierte die Gemeinschaft am Sonntag ihr 50-jähriges Bestehen.

Im Oktober1965 wurde die kfd St. Fronleichnam gegründet. Von den Gründungsmitgliedern leben heute noch neun Frauen ; die Älteste ist 100 Jahre alt. Mit der mittlerweile 90-jährigen Maria Maurer wurde eines der Gründungsmitglieder beim Gottesdienst in der Fronleichnamskirche ausgezeichnet. Gesundheitlich verhindert waren die restlichen Gründerinnen Elisabeth Wagner, Theresia Bauer, Inge Albert, Marianne Denne, Anni Lippert, Irene Zimmer sowie Adelheid Weyers. "Sie werden ihre Auszeichnungsurkunde zu einem späteren Zeitpunkt erhalten", erklärte Gerda Denk, die seit nunmehr 42 Jahren an der Spitze der derzeit noch 26 Mitglieder zählenden Frauengemeinschaft steht und mit Schriftführerin Maria Mathei und Kassenwartin Rita Theis den Vorstand bildet.

"Der Weg war lang, schön und steinig", beschrieb Mathei die Geschichte der kfd St. Fronleichnam. Anfangs habe man sich noch in der Sonnenfeldschule getroffen, da es noch kein Pfarrheim gegeben habe. Nach dem Bau des Pfarrzentrums 1973 und Jahren einer immer wieder ungeklärten Raumsituation treffe sich die kfd bis heute jeden Dienstag nach der Abendmesse im Pfarrheim. "Die kfd hat sich nie unterkriegen lassen", betonte Mathei. "Wir werden gebraucht, wenn Feste gefeiert werden, bei der Vorbereitung, beim Putzen und als Bedienung. Wir waren immer da. So ist es noch heute", fügte sie hinzu. Die Arbeit der kfd sei sehr wichtig, wies sie auf die Aufgaben der Frauen in der Kirche hin und nannte als Beispiel das Diakonat. "Warum kann eine Frau nicht den Dienst eines Diakons übernehmen?", fragt sie. So gebe es viele Beispiele, für die es sich lohne, weiter zu kämpfen, kündigte die Schriftführerin an: "Die kfd gibt nicht auf".

Präses Norbert Kaiser dankte den Frauen im Namen der Diözesanleitung für ihre wertvolle Arbeit für die Gemeinde in den vergangenen fünf Jahrzehnten. "Sie darf nicht untergehen, sondern muss weitergetragen werden. Ohne die Frauen wäre eine Gemeinde tot", erklärte Kaiser. "Die 26 Senfkörner würden uns fehlen", meinte er mit Blick auf die aktuell nur noch 26 Mitglieder. Mit dem kfd-Slogan "Frauen . Macht. Zukunft" müsse es gelingen, neue interessierte Frauen für die kfd-Gemeinde zu erreichen, so der Präses. Bürgermeister Klaus Roth wies auf die vielfältige Arbeit hin, die die kfd für die Gemeinde, aber auch für die Gesellschaft leistet.

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