Schwacher FSV erlebt Heimpleite

Nach der 0:3-Heimniederlage gegen die TSG Pfeddersheim warnt Jägersburgs Trainer Marco Emich: „Die aktuell 36 Punkte werden nicht zum Klassenverbleib reichen.“ Die Gäste waren am Samstag meist einen Schritt schneller als die FSV-Spieler.

Fußball-Oberligist FSV Jägersburg hat am Samstag das Heimspiel gegen den Tabellenfünften TSG Pfeddersheim mit 0:3 verloren. Vor 100 Zuschauern waren dabei erst 40 Sekunden gespielt, als FSV-Akteur Tim Schäfer seine Großchance zum 1:0 nicht nutzen konnte. Pfeddersheims Florian Lutz klärte auf der Linie. "Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn dieser Ball reingeht?", fragte sich nach dem Abpfiff nicht nur Jägersburgs enttäuschter Trainer Marco Emich.

Mit zunehmendem Spielverlauf übernahmen dann die Wormser immer mehr das Kommando auf dem Platz. Die Elf von Trainer Norbert Hess wirkte gedanklich immer einen Schritt schneller als die Hausherren, denen zu viele Abspielfehler unterliefen. In der elften Minute hatte TSG-Stürmer Kevin Gotel mit einem Kopfball an den rechten Innenpfosten Pech. Später machte er es besser und staubte energisch im Nachsetzen zur verdienten Gästeführung ab (30.). Nur zwei Minuten danach klingelte es bereits zum zweiten Mal im FSV-Tor, als Mathias Tillschneider aus halblinker Position erfolgreich abschloss.

In der zweiten Halbzeit wirkten die Jägersburger zumindest phasenweise engagierter und forderten nach einem Zweikampf zwischen Lutz und Max Wettmann vergeblich einen Strafstoß (55.). Danach kamen beide Mannschaften zu einigen guten Offensivaktionen.

Die größte Chance des FSV, wieder ins Spiel zurückzufinden, vergab der eingewechselte Bartosz Klosowski. Nach einer Hereingabe von Daniel Dahl verfehlte der Angreifer freistehend aus zehn Metern per Kopf das Tor (75.). Zu allem Überfluss sah dann auch noch Frederic Ehrmann nach einem Foul an Sebastian Schulz im Mittelfeld die Rote Karte (77.).

"Rot war völlig überzogen"

"Rot war in meinen Augen völlig überzogen. Jetzt fällt mir Frederic bestimmt einige Spiele aus", ärgerte sich Emich über die Entscheidung von Schiedsrichter Fabian Schneider. Den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand setzte letztlich Schulz mit einem 20-Meter-Schuss ins linke Eck (89.). "Wir haben heute wirklich nicht gut gespielt", gab der FSV-Trainer zu und warnte: "Die aktuell 36 Punkte werden nicht zum Klassenerhalt reichen. Wir benötigen noch drei bis vier Zähler."

Der FSV hat am kommenden Samstag die Chance auf Wiedergutmachung, wenn es um 15.30 Uhr zum Tabellenzehnten FK Pirmasens II geht.