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Schulradeln ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern eine Einstellung

Wettbewerb Schulradeln : Gewonnen haben am Ende alle

Mit den guten Vorsätzen ist es nicht nur zum Jahreswechsel so eine Sache. Am Anfang ist man noch Feuer und Flamme, dann wird es schon weniger, um irgendwann sanft auszuklingen.

Das ist bei der Aktion Stadtradeln, bei der in drei Wochen möglichst viele Fahrradkilometer zusammen kommen sollen, häufig nicht anders: In Woche eins tritt jeder noch sehr motiviert in die Pedale, egal ob es heiß, kalt oder nass ist. Dann gibt es oft nochmals einen Aufschwung, weil sich andere inspirieren lassen und mit einsteigen, die Teams werden größer, die Kilometeranzahl schnellt nach oben. Doch gegen Ende sagt sich der ein oder andere beim Blick in den Wolken verhangenen Himmel eben doch: Ach nö, heute lieber nicht mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule. Umso beeindruckender ist die Leistung des Homburger Johanneums: 421 Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen, Schüler und Eltern haben eben nicht nachgelassen und sind damit an die Spitze der Schulteams im Saarland geradelt. Und sogar bundesweit gehören sie zu den allerbesten. Das Gute daran: Das ist keine einmalige Sache. Radfahren ist hier auch jenseits dieser Aktion ein wichtiges Thema, wird gezielt gefördert, beispielsweise mit besseren Abstellmöglichkeiten. Da sieht es gut aus mit dem hoch gesteckten Ziel von 100 000 Kilometern im kommenden Jahr.

Doch nicht nur das Johanneum hat Beachtliches geleistet, sondern auch alle anderen Schulen, die sich dem Wettbewerb gestellt haben. Mal waren es kleinere Teams, die dann aber pro Person am Ende mehr als 300 Kilometer erradelten. Und letztlich ist der Wettbewerb das eine, das große Ziel, etwas für die Umwelt zu tun, das andere. Hier ist seit einiger Zeit deutlich zu spüren, dass auch im Alltag mehr Fahrrad gefahren wird. Das hat viele Vorteile – fürs Klima genauso wie für die eigene Fitness, da braucht es dann vielleicht sogar den Silvestervorsatz nicht mehr.