Schulausflug in die USA

Per Skype und Videokonferenzen hatten die Homburger Schüler einen ersten Kontakt mit den amerikanischen Austauschpartnern hergestellt. Begeistert und mit vielen neuen Eindrücken kehrten sie zurück.

"Es war einfach nur klasse!" So lautete das einstimmige Fazit der 20 Schülerinnen und Schüler des Christian-von-Mannlich-Gymnasiums. Wenn Schüler in den Ferien freiwillig zur Schule gehen, dann muss es dafür schon attraktiv sein: Die Schule steht nämlich in Amerika, genauer gesagt im Partnerkreis des Saarpfalz-Kreises, Henrico County.

Nach mehreren Jahren Pause konnte endlich wieder ein Kontakt mit mehreren Deutschklassen der Mills E. Godwin High School in Richmond aufgebaut werden. Seit den Unesco-Projekttagen im Frühjahr 2014 gab es regelmäßige Videokontakte per Skype der Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen elf und zwölf des Mannlich-Gymnasiums und den Schülerinnen und Schülern der engagierten Deutschlehrerin Kristen Macklin in Virginia .

Die Gruppe machte sich in Begleitung von Stephan Leonhardt und Uta Elisabeth Neumüller auf den Weg über den Atlantik. Die Begrüßung in Richmond hätte nicht herzlicher sein können, und so ging es denn auch die ganzen zwei Wochen über weiter - alle waren von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit der amerikanischen Partner und ihrer Familien überwältigt. Eine kurze Fahrt im gelben Schulbus beendete für diesen Tag die 20-stündige Reise.

In einem solch geschichts trächtigen Staat wie Virginia gab es so viel zu entdecken: das State Capitol in Richmond, das als Vorbild für das Capitol in Washington diente, das Governor's Mansion, der Amts- und Wohnsitz des amtierenden Gouverneurs.

Der Tagesausflug in die Hauptstadt Washington, D.C. war für viele der Höhepunkt der Reise: die Besichtigung des Capitols mit all den Sicherheitsmaßnahmen vorab, die atemberaubende Library of Congress, ein Kurzbesuch des "Air and Space Museums" und des "Museums of American History" sowie der großen Memorials wie dem Lincoln Memorial oder dem Denkmal für die Gefallenen im Vietnamkrieg. D.C., wie die Einheimischen sagen, eine Stadt der Superlative.

Die Tage im Unterricht der Mills E. Godwin High School vergingen schnell: andere Tagesabläufe, jeden Tag der gleichen Stundenplan, nur 23 Minuten Mittagspause, eine Schule ohne Fenster und auch Unterrichtsfächer, die es in Deutschland nicht gibt: "Wir waren mit unseren Partnern in einer Tierpflegeklasse." Jeder Schüler hat einen kreiseigenen Laptop, und das Fach Deutsch bei Kristen Macklin ist superbeliebt. Aber neben all den großartigen Erlebnissen waren es vor allem auch die ganz persönlichen Erfahrungen, die diesen Austausch so wertvoll gemacht haben: Maximilian Müller, Klasse elf: "Die Amerikaner sind uns so freundlich und offen begegnet, es ist beeindruckend, wie gastfreundlich und zuvorkommend alle waren."

Uta Elisabeth Neumüller