Schülerticket wird wieder teurer

Homburg. Gegen Ende einer relativ ruhigen Kreistagssitzung am vergangenen Mittwochabend, wurde im Homburger Forum doch noch emotional diskutiert. Die Fraktionen gingen sich dabei nicht gegenseitig an, sondern zeigten sich gemeinsam empört über die erneute Preiserhöhung des SaarVV-Schülertickets. Roland Engel von der CDU hatte die aktuelle Lage erklärt

Homburg. Gegen Ende einer relativ ruhigen Kreistagssitzung am vergangenen Mittwochabend, wurde im Homburger Forum doch noch emotional diskutiert. Die Fraktionen gingen sich dabei nicht gegenseitig an, sondern zeigten sich gemeinsam empört über die erneute Preiserhöhung des SaarVV-Schülertickets. Roland Engel von der CDU hatte die aktuelle Lage erklärt. "Gegen die Absprachen wurde für das Schüler-Ticket eine Erhöhung angekündigt. Es ist bereits die zweite in kurzem Abstand. Ursprünglich wurde mit dem Anbieter abgesprochen, den Preis zwei Jahre nicht zu erhöhen."Erstmals eingeführt wurde das Schülerticket zum 1. September 2003. "Mit dem neuen Ticket können Schülerinnen und Schüler sowie Azubis künftig rund um die Uhr alle Busse der RSW im Saarpfalz-Kreis benutzen. Und das für nur 33 Euro im Monat", betonte Landrat Clemens Lindemann damals bei der Vorstellung. Schon zum 1. November 2007 wurde der Preis auf 38 Euro kräftig angehoben. Die Preiserhöhung war damals mit der allgemeinen Kostenentwicklung sowie der Gleichbehandlung der Landkreise begründet worden. Außerdem hätte sich das Angebot verbessert, da das Ticket seit dem 1. November 2006, durch die Überführung in den SaarVV, zusätzlich im Nahverkehr der Bahn genutzt werden kann. Zum 1. Januar 2009 wird das Schüler-Ticket 39,90 Euro kosten. Der Fraktionsvorsitzende Dieter Hamm sagte: "Es ist eine Unverschämtheit, was der SaarVV mit uns macht." Und der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Nagel fordert gar einen Vorstoß durch den Kreistag: "Ich denke, es wäre nicht verkehrt, wenn wir über eine Kündigung des Vertrages nachdenken würden." Ein Vorschlag, dem Landrat Lindemann nicht abgeneigt schien. Er sagte, er werde sich bei den nächsten Gesprächen mit dem SaarVV intensiv gegen die Preiserhöhung einsetzten.Meinung

Verhandlungen wären sinnvoll

Von SZ-RedakteurSebastian Klöckner Eine erneute Preiserhöhung ist tatsächlich eine Unverschämtheit. Mal sind es die Rohstoffpreise, dann die Weltwirtschaftskrise: Für jede Preiserhöhung lassen sich Gründe finden, für Preissenkungen meist nicht. Es bleibt zu hoffen, dass der Landrat und der Kreistag wirklich Druck auf den Fahrkarten-Anbieter ausüben. Schließlich ist das Projekt aus dem Saarpfalz-Kreis hervorgegangen und war bereits mit 33 Euro Kosten deckend gelaufen. Die Schüler aus dem Saarpfalz-Kreis sollen jetzt die anderen Landkreisen subventionieren. Bis zu einem gewissen Anteil ist das nachzuvollziehen, doch das Ticket ist ab dem 1. Januar 20 Prozent teurer als bei der Einführung. Das ist zu viel. Eine Kündigung und Neuverhandlungen mit der SaarVV wären ein guter Ansatz.