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Schülerclub hat seine eigenen vier Wände

Schülerclub hat seine eigenen vier Wände

Homburg. Schule nimmt im Alltag von Kindern und Jugendlichen einen immer größeren Raum ein. Aus diesem Grund braucht es in der Schule Räume, in denen die Schüler und Schülerinnen Verantwortung übernehmen und den schulischen Alltag mitgestalten können

Homburg. Schule nimmt im Alltag von Kindern und Jugendlichen einen immer größeren Raum ein. Aus diesem Grund braucht es in der Schule Räume, in denen die Schüler und Schülerinnen Verantwortung übernehmen und den schulischen Alltag mitgestalten können. Mit der Gründung eines Schülerclubs und der Einrichtung entsprechender Räumlichkeiten trägt die Erweiterte Realschule I, Robert-Bosch-Schule, in Homburg dieser Tatsache Rechnung. Jetzt wurden sowohl der Schülerclub als auch dessen Aufenthaltsraum offiziell eingeweiht. Schulleiter Volker Ruppert begrüßte die Einrichtung eines Schülerclubs als "die Zukunft an Schulen": "Es geht hier um soziale Kompetenz und mehr Eigenverantwortung der Schüler", betonte Ruppert. Es gehe darum, Schüler mehr ins schulische Leben einzubinden. Zur Eröffnung überreichte Ruppert der Sprecherin des Schülerclubs, Joana Masloh, den Schlüssel zu den neuen Clubräumen. Darüber hinaus gab es einen Gutschein von Seiten der Schule für Anschaffungen; der Schulverein finanziert einige Regale. Als "modellhaft im Saarland" bezeichnete Ingo Schenk von der protestantischen Jugendzentrale Homburg die Installationen eines Schülerclubs, der sich im Rahmen der Debatte um Ganztagsschule als ein Modell etablieren könne. Wichtig sei, dass "Schule, Lehrer und andere Verantwortungsträger hinter der Idee stehen und die Jugendlichen unterstützen und fördern, sie jedoch nicht bevormunden", so Schenk. Er gehört neben Lehrer Thorsten Ruf und Schoolworkerin Katja Durrang zu den Initiatoren des Schülerclubs. Die Idee dazu stamme aus Berlin, wo es schon um die 180 solcher Clubs gebe, die vom Senat gefördert werden, erzählte Schenk. Der Schülerclub an der Robert-Bosch-Schule trägt sich durch eine gesunde Portion Idealismus und das Engagement der Schüler sowie der Schule. Dem Beirat des Schülerclubs gehören neben Lehrer Thorsten Ruf und Sozialarbeiter Ingo Schenk insgesamt sechs Schüler an. Der Schülerclub steht allen Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen fünf bis zehn offen. Man trifft sich in den Pausen sowie jeweils mittwochs nach der sechsten Stunde zum Reden oder um Projekte zu organisieren. "Der Schülerclub soll Stützpunkt für Ideen und Forum für Schüler sein", betonte Schoolworkerin Katja Durrang. Seit der Gründung hat sich der Club unter dem Motto "Schüler helfen Menschen im Irak" an einem Irak-Projekt und am Schulfest beteiligt, hat ein Kickerturnier organisiert, eine Theateraufführung besucht und auch schon Mitgliederausweise herausgegeben. re

Auf einen BlickDer Schülerclub an der Erweiterten Realschule I, Robert-Bosch-Schule, in Homburg wurde Ende 2007 gegründet. Er entstand aus der seit 2006 bestehenden Kooperation zwischen der Protestantischen Jugendzentrale Homburg, Sozialarbeiter Ingo Schenk und der Schoolworkerin des Saarpfalz-Kreises, Katja Durrang. Dem Clubrat gehören neben Sozialarbeiter Ingo Schenk Lehrer Thorsten Ruf, Schoolworkerin Katja Durrang sowie sechs Schüler an. Sprecherin des annähernd 50 Mitglieder zählenden Schülerclubs ist Joana Masloh. re