Schnell durch die Welt surfen

Ihr Leitungsnetz hat die Deutsche Telekom zuletzt aufgerüstet. Am Montag fiel für Homburg und Kirkel nun der Startschuss für schnellere Internet-Verbindungen in unserem modernen Netz-Zeitalter.

Seit gestern ist technisch endlich möglich, was sich viele in Homburg , aber auch in Limbach und Altstadt schon lange gewünscht haben: schnelles Internet mit Datengeschwindigkeiten mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Realisiert hat das die Deutsche Telekom, die in den vergangenen Monaten ihr Leitungsnetz mit Glasfaser und Vectoring-Technik (siehe Infokasten) aufgerüstet hat (wir berichteten). Nachdem vor kurzem schon in Bruchhof-Sanddorf der Startschuss ins neue Netz-Zeitalter gefallen war, da durch den Dienstanbieter Inexio (wir berichteten), drückte gestern auch die Telekom auf den "roten Knopf". Mit dabei auch die Verwaltungschefs der beiden vom Ausbau begünstigten Kommunen Homburg und Kirkel, Rüdiger Schneidewind und Frank John .

Schneidewind wies angesichts des offiziellen Startschuss-Termins nicht zum ersten Mal auf die große Bedeutung einer leistungsfähigen Anbindung an das Internet hin. So sei eine schnelle Anbindung schon lange kein weicher Standortfaktor mehr und habe stattdessen einen hohen Stellenwert in der Beurteilung der Infrastruktur-Leistungsfähigkeit einer Kommune. "Allein wer sein Smartphone auf den neusten Stand bringen will, der braucht heute eine schnelle Internetverbindung, wer Kinder auf einer weiterführenden Schule hat, auch. Und wer es dienstlich benötigt, der hat sowieso verloren, wenn er keine schnelle Anbindung hat."

Zudem sei heute eine Immobilie kaum noch zu veräußern, wenn nicht die Möglichkeit bestünde, von dort aus zügig das Internet und andere mobile Dienste zu nutzen." Deswegen sei er sich sicher, so Schneidewind, dass man mit dem kleinen Druck auf den symbolischen Startknopf Großes für die Stadt Homburg bewirke. Nutznießer des Telekom-Engagements im größten Teil Homburgs ist auch die Gemeinde Kirkel - zumindest dort, wo die Vorwahl (0 68 41) Gültigkeit hat, sprich: in Limbach und in Altstadt. Auch dort, in Limbach nördlich der Bahnlinie und in Altstadt nahezu flächendeckend, wurden in den zurückliegenden Monaten Glasfaser-Leitungen neu verlegt und das verbliebene Kupferkabel-Netz mittels Vectoring leistungsfähiger gemacht.

Man sei quasi Trittbrettfahrer des Engagements des Telekommunikationsanbieters in Homburg , so Kirkels Bürgermeister Frank John . Nun gelte es, die noch nicht aufgerüsteten Teile der Gemeinde - den noch nicht erschlossenen Teil Limbachs und ganz Kirkel-Neuhäusel - auch in den Genuss von schnellem Internet zu bringen.

Hier setze er, so John, auf die Initiative des Ego Saar (Dienstleister für E-Government- und IT-Lösungen für kommunale Verwaltungen und Verbände im Saarland), der zwischenzeitlich eine entsprechende Ausschreibung für den Ausbau des "Rest-Netzes" auf den Weg gebracht habe.

Seitens der Telekom sprach Bruno Stolz, der zuständige Regio-Manager, den beiden Kommunen Dank für die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten aus. Nur dieses Miteinander habe es ermöglicht, den ambitionierten Termin "14. November 2016" nach nur einem knappen Dreivierteljahr Bauzeit zu realisieren.

Zum Thema:

Auf einen Blick Als Vectoring wird eine neuartige Technologie bezeichnet, die das Internet über Kupferkabel schneller machen soll. Beim Datenverkehr über Kupferleitungen, oder auch durch äußere Einflüsse, entstehen elektromagnetische Störungen, die wiederum den Datenfluss stören und langsamer machen. Durch die Vectoring-Technologie sollen genau diese Störungen ausgeglichen werden - wie bei einem Kopfhörer, der Außengeräusche unterdrückt. So soll schnelleres Internet möglich gemacht werden. thw