Schnapszahl-Datum lockt die Paare

Homburg. Es gibt sie immer wieder, diese Tage, an denen Datum und Jahreszahl die gleichen Ziffern haben. Und irgendwie scheint dies auf Heiratswillige eine ganz besondere Anziehungskraft auszuüben. Ob nun die künftigen Ehepartner hoffen, sich diesen Termin besonders gut merken zu können oder ob sie darin einfach einen zusätzlichen Glücksbringer sehen: Gründe gibt es viele

Homburg. Es gibt sie immer wieder, diese Tage, an denen Datum und Jahreszahl die gleichen Ziffern haben. Und irgendwie scheint dies auf Heiratswillige eine ganz besondere Anziehungskraft auszuüben. Ob nun die künftigen Ehepartner hoffen, sich diesen Termin besonders gut merken zu können oder ob sie darin einfach einen zusätzlichen Glücksbringer sehen: Gründe gibt es viele. Meistens gibt es von den Heiratswilligen ganz simple Erklärungen, wie: "Für einen besonderen Tag soll es eben auch ein besonderes Datum sein", hatte Homburgs Standesamts-Leiterin Ute Grobler schon bei früherer Gelegenheit berichtet. Und oft werfe die Frau lachend ein: "Dann vergisst mein Mann wenigstens den Hochzeitstag nicht." Viele Kommunen haben sich auf diese besonderen Wünsche eingestellt und bieten eine speziellen Service. Dies ist auch in diesem Jahr so und hat eine besondere Note, da der 10.10.2010 auch noch auf einen Sonntag fällt. An diesem 10. Oktober werden nämlich in Homburg eigens Termine für Trauungen angeboten - und zwar im Mannlich-Salon des Römermuseums in Schwarzenacker. Das Ja-Wort wird Homburgs städtischer Beigeordneter Rüdiger Schneidewind bei den Brautpaaren abfragen. Los geht's um elf Uhr. "Ungefähr zehn Trauungen sind möglich", sagt Homburgs Pressesprecher Jürgen Kruthoff weiter. Vier Termine waren am Freitag bereits vergeben, teilte er weiter mit. Noch gebe es also eine gute Chance, den besonderen Termin für den Start ins Eheglück klarzumachen. Die Stadt Homburg weise auf diesen Service schon jetzt hin, um Heiratswilligen die Planung ihrer Hochzeit zu erleichtern.In den vergangenen Jahren gab es immer wieder einen Ansturm auf die Schnapszahl-Termine. 18 Paaren hatten sich zum Beispiel den 8.8.2008 in Homburg reserviert - zehn davon hatten das Römermuseum in Schwarzenacker gewählt, die anderen acht anderen standen vor zwei Standesbeamten im Trauzimmer im Rathaus. Schon damals setzte das Amt auf Sonder-Schichten mit Zusatzterminen am Nachmittag im Römermuseum. An vergleichbaren Daten, wie dem 7.7. 2007 oder dem 6.6. 2006, waren es übrigens gerade einmal fünf Eheschließungen, hatte das Standesamt informiert. Stärker nachgefragt waren da schon der 8.8.1988 und der 9.9.1999, die sich jeweils 13 Paare zum Hochzeitstag erkoren hatten.Übrigens gibt's generell noch eine gute Nachricht in Sachen Heiraten: Eine ganze Weile lang sah es so aus, als ob in Homburg Jahr für Jahr immer weniger Paare den Weg zum Traualtar finden. Dann wurde der Negativtrend 2008 erstmals seit 1999 gebrochen und dies setzte sich auch 2009 fort. Und vielleicht trägt der 10. Oktober ja dazu bei, dass dies auch 2010 so bleibt. Wer sich frühzeitig einen Termin für diesen besonderen Tag sichern möchte, kann sich mit Doris Blinn, Tel. (0 68 41) 10 11 39, in Verbindung setzen.

HintergrundAllen Heiratswilligen rät die Stadt grundsätzlich, sich rechtzeitig beim Standesamt darüber zu informieren, welche Unterlagen für die Anmeldung zur Eheschließung vorzulegen sind. Auskünfte gibt es unter Tel. (0 68 41) 10 11 63. Wer sich frühzeitig um alles kümmert, der sichere sich seinen Hochzeitstermin. Beim Standesamt ist auch eine Checkliste über die benötigten Unterlagen erhältlich. Heiraten kann man auch im Römermuseum in Schwarzenacker - und zwar samstags. Die Reservierung eines Termins im Römermuseum sollte spätestens sechs Wochen vor der Eheschließung erfolgen und zwar beim Beigeordneten Rüdiger Schneidewind, Tel. (0 68 41) 10 11 39. ust