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Schmuckstücke auf vier Rädern in der Homburger Innenstadt

Oldtimertreffen : Hingucker auf vier und zwei Rädern

Die Oltimerschau lockte erneut zahlreiche Besucher auf den Christian-Weber-Platz in Homburg. Auch die Aussteller selbst waren von der Schau angetan.

Als der Hingucker in der Homburger Innenstadt erwies sich am Samstag die Präsentation von Oldtimern, aber auch von Jungfahrzeugen, auf dem Christian-Weber-Platz. Zum zehnten Mal hatten Cheforganisator Werner Schwindt und der Gewerbeverein Homburg gemeinsam zu dieser Auflage des Oldtimer- und Youngtimer-Treffs Besitzer von historischen, aber auch seltenen neueren Fahrzeugen, eingeladen.

„Viele Besucher kamen zu unserer Ausstellung, die auch diesmal ein großer Erfolg war“, freute sich Werner Schwindt im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Zahl der Gäste bei dieser Schau sei schwer zu schätzen. „Ich denke aber, dass es durchaus über 4000 Besucher waren.“ Mehr als 30 Motorräder wurden gezeigt. 215 Pkw konnten besichtigt werden. Dazu kamen einige historische Lastwagen.

 Volker Maas hätte mit seinem Golf 2 aus dem Jahr 1989 auch dabei sein können. „Mein Auto aber blieb zu Hause. Doch ich komme immer wieder gerne hierher, um mir interessante alte Autos und Motorräder anzuschauen.“ Horst Kirsch aus Waldmohr hätte mit seinem Fuhrpark eine eigene kleine Ausstellung machen können. Sechs historische Motorräder hat er, wie eine Yamaha XT500 aus dem Baujahr 1978 und eine Vespa Primavera 125 von 1975. Am Samstag zeigte er einen Mercedes W 123 300 D. Das Fahrzeug aus dem Jahr 1979 bringt es auf immerhin 80 PS. „Im Sommer bin ich mit diesem Mercedes sehr gern auf Fahrt.“ Alles funktioniere noch, dank intensiver Pflege. „Ein Fahrzeug muss bewegt werden, erst recht diese alten Autos.“ 113 000 Kilometer hat der alte Mercedes von Horst Kirsch auf dem Buckel, mit dem der Besitzer sehr gern nach Spanien in Urlaub fährt. „Dieses Jahr geht es nach Torrevieja in die Nähe von Alicante.“ Angst vor einer Panne bei dieser langen  An- und Abfahrt habe er nicht.

Axel Kartscher aus Homburg war gleich mit zwei historischen Fahrzeugen auf dem Christian-Weber-Platz präsent. Mit einem DKW Junior, einem 34 PS starken Wagen von 1960, brachte er auf einem Anhänger ein Motorrad mit. Die NSU-Zweiradmaschine mit 17 PS und 116 Stundenkilometern Höchstgeschwindigleit ist seit 1974 Eigentum von Axel Kartscher. „Das Motorrad ist so alt wie ich“, schmunzelt der 63-jährige Besitzer. Auch er fährt noch gern mit seinem historischen Fahrzeug. „Mein DKW ist noch fit für die Fahrten.“ Von April bis Oktober ist der Wagen für den Straßenverkehr zugelassen. Zum Einkaufen in der Innenstadt war Peter Schiestel unterwegs. Der 44-Jährige aus Homburg war von der großen Anzahl der ausgestellten Oldtimer  überrascht. „Auch wenn ich nicht unbedingt ein Fan dieser alten Autos bis, interessant ist dieser Treff schon.“ Erstaunt zeigte er sich zudem, dass alle Autos noch fahrbereit sind. „Da steckt sicherlich viel Arbeit drin.“

Indessen haben Werner Schwindt und seine Helfer bei der Organisation dieser Veranstaltung alle Hände voll zu tun. Wagen über Wagen, historische Fahrzeuge fahren an. Obwohl der Bereich für den üblichen Verkehr abgesperrt war, meinte jedoch der ein oder andere, seinen Pkw dort abzustellen zu müssen. Bisweilen war die Zufahrt auf dem Christian-Weber-Platz komplett zugeparkt, weshalb ein Abschleppwagen schon am frühen Morgen anrücken musste. Doch  der Ärger war schnell verflogen.

„Mir macht es immer wieder Spaß, dieses Treffen zu organisieren. Das Interesse der Teilnehmer und Besucher ist jedes Mal sehr groß.“ Schwindt ist seit über 60 Jahren selbst großer Sammler von Oldtimern. Aber auch Motorräder, Lastwagen und Militärfahrzeuge gehören ihm. Schwindts ältestes Fahrzeug ist ein Citroen AC4 aus dem Jahr 1930.

Axel Kartscher aus Homburg zeigte gleich zwei Fahrzeuge. Mit einem DKW Junior von 1960 brachte er auch ein NSU-Motorrad von 1956 mit nach Homburg. Foto: Markus Hagen

Viele Aussteller kommen übrigens regelmäßig zu der einmal im Jahr stattfindenden Ausstellung und dem Oldtimer- und Youngtimer-Treff nach Homburg. Dazu gehört auch Willy Burmeister. Er präsentierte in diesem Jahr in der Youngtimer-Ausstellung den Hingucker am Samstag: eine 659 PS starke Corvette von 2016.