Schickeria zum Geburtstag

Homburg. Wie feiert man Geburtstag, wenn Stimmung machen sozusagen zum Beruf gehört? Dieser Frage muss sich in diesem Jahr die bekannte Homburger Formation Take Five stellen, denn sie wurde vor genau 20 Jahren gegründet. Seither macht sie erfolgreich Musik, wenn sich auch die Besetzung geändert hat

 Die Homburger Formation Take Five feiert in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag.

Die Homburger Formation Take Five feiert in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag.

Homburg. Wie feiert man Geburtstag, wenn Stimmung machen sozusagen zum Beruf gehört? Dieser Frage muss sich in diesem Jahr die bekannte Homburger Formation Take Five stellen, denn sie wurde vor genau 20 Jahren gegründet. Seither macht sie erfolgreich Musik, wenn sich auch die Besetzung geändert hat. Martin Hartmann war von der ersten Stunde an dabei - und er ist von dem, was er da tut, bis heute überzeugt. So ist sein Wunsch zum Jubelfest ein einfacher: "Dass es so bleibt, wie es ist. Es macht uns Spaß und die Leute merken das auch", sagte er bei seinem Besuch in der Homburger SZ-Redaktion. Und wie ließe sich so ein runder Geburtstag stilvoller begehen als mit einem musikalischen Gast? Da passt es besonders gut, dass auch die Oldienight, die von der Band organisiert wird, in diesem Jahr 20 wird. Aus diesen Zutaten lässt sich ein besonders leckerer Geburtstagskuchen backen: Auf der Bühne, die diesmal im Bockbierfestzelt hinter dem Hallenbad steht, wird die Spider Murphy Gang für Stimmung sorgen. Die übrigens seit 33 Jahren on tour ist. "Wir hatten in der letzten Zeit bei der Oldienight immer lokale Bands." Und diesmal sollte es mit den Münchnern etwas Besonderes sein. Die Jungs hätten zugesagt "nur die absoluten Hits zu spielen", betont Hartmann. Und so kann man sich auf 80er Jahre Ohrwürmer wie "Skandal im Sperrbezirk" und "Schickeria" freuen und Rosis bis heute bekannte Nummer mitgrölen. "Wir haben über die Live-Auftritte viel Positives gehört", so Hartmann. "Außerdem passt das auch zur Musik von Take Five."Die umfasst ein weites Feld. Das Repertoire reicht von Oldies und Evergreens über Partykracher, Unpluggedsongs, deutsche und englische Schlager bis hin zu Top Hits aus den aktuellen Charts. Take Five - das waren vor 20 Jahren Franz und Martin Hartmann, Harald und Siggi Keller sowie Frank Grub. "Im Jahr 2000 wollten wir dann unser musikalisches Spektrum erweitern und haben deswegen eine Sängerin gesucht." Die wurde mit Andrea Huber gefunden. Und da Rudolf Rubly und Norbert Zimmer dazu kamen, und - außer den Hartmanns - die anderen Ur-Take-Fiver aufhörten, gab's einen entscheidenden Wechsel. Unterstützt wird die Band häufig von Wolfgang de Benki, Alex Engel, Celia Baron und Ersatzsängerin Anne Pusse. Nicht nur die Gesichter haben sich seit den Anfangsjahren geändert, auch die Musik. "Früher waren wir eine richtige Oldieband mit 60er Jahre Hits, heute geht es bis zu Stücken aus der Top ten." Was gespielt wird, entscheidet sich spontan an den Abenden. "Wir schauen uns das Publikum an, wir sind da sehr flexibel." Das können sie sich bei einem Repertoire von 200 bis 300 Titeln auch leisten. Die sitzen nur durch regelmäßige Proben, "mindestens einmal pro Woche". Und bei dieser Beanspruchung ist die Unterstützung durch die Familien wichtig. Noch etwas hat sich im Vergleich zu früher gewandelt: "Damals stand man noch ziemlich steif auf der Bühne, heute wollen die Leute unterhalten und animiert werden, mitzumachen." Da gehört es etwa dazu, sich in die Menge zu werfen und auf Tische zu klettern. Was geblieben ist in all den Jahren, ist die Begeisterung für die Sache: "Wenn die Leute zufrieden sind, sind wir es auch", sagt Hartmann. So bleibt der Wunsch, dass der Funke noch lange überspringt.

HintergrundDie Band Take Five besteht aus fünf bis sechs Musikerinnen und Musikern in der Besetzung Keyboards, Drums, zwei Gitarren, Bass und Sängerin. Neben Oldies, Partyhits und aktuellen Songs haben sie Galamusik im Programm. Sie geben regelmäßig Benefizkonzerte, standen mit DJ Ötzi und als Vorgruppe von Manfred Manns Earth Band auf der Bühne. In den Jahren 2007 bis 2009 hatten sie insgesamt weit mehr als 130 Auftritte - viele im Saarpfalz-Kreis, etwa beim Kirkeler Wurstmarkt, oder bei Weinfesten an Rhein und Mosel. Karten für die Oldienacht am 6. November in Homburg mit der Spider Murphy Gang gibt es ab Ende August. ust