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Sanierung der A6 bei Reiskirchen: Planung dauert mehrere Jahre

Vor allem der Lärmschutz ist dort Thema : Sanierung der A 6: Planung dauert Jahre

Bis der Lärmschutz an der A6 bei Reiskirchen auf den Stand der Dinge gebracht wird, dürfte es noch mehrere Jahre dauern. Das erklärt das Saar-Wirtschaftsministerium auf Anfrage. Dass die vier bis fünf Meter hohen Lärmschutzwände dort nicht ausreichen, ist auch dem Ministerium spätestens seit Herbst 2016 klar.

Damals hatten Ingenieure ermittelt, dass ab einem Bereich größer 70 Dezibel (A) tags und 60 Dezibel (A) nachts gesundheitliche Risiken entstehen könnten. Diese Werte wurden vereinzelt nachgewiesen. Als Folge erließ man dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100 Kilometer pro Stunde. Das ist allerdings nur eine Zwischenlösung.

Die Lärmschutzwände dort müssen ertüchtigt, verbessert oder sogar neu gebaut werden, geschehen soll das im Rahmen der grundhaften Erneuerung der A 6 auf einer Länge von 10,3 Kilometern zwischen dem Autobahnkreuz Neunkirchen und der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz.

Im März 2019 wurde ein entsprechender Planungsauftrag nach einer europaweiten Ausschreibung an eine Bietergemeinschaft aus dem Saarland vergeben. Gegenstand des Vertrags sind laut Ministerium Objektplanung Autobahn, Entwässerung, die Landschaftspflege sowie sämtliche Brücken und Lärmschutzwände.

Doch bis sich hier sichtbar etwas tut, ist Geduld gefragt. Ministeriumssprecher Dennis Kollmannsperger erklärt: „Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist aber allein für die Planungs- und Genehmigungsphase mit mehreren Jahren zu rechnen.“ Derzeit liefen die Vorplanungen, in denen der für die Maßnahme erforderliche Aufwand ermittelt werde. „Da es sich um einen verhältnismäßig langen Streckenabschnitt handelt, sind entsprechend umfangreiche Ermittlungen und Planungen notwendig, ohne die ein Zeitrahmen für die Realisierung nicht seriös abzuschätzen ist“, so Kollmannsperger weiter. Formal ablaufen soll die Maßnahme über ein noch nicht eingeleitetes Planfeststellungsverfahren.

Bei der grundhaften Erneuerung werde die Fahrbahn „umfangreich ausgebaut und verbreitert“. Daneben sei eine Erneuerung der Entwässerungsanlage im Straßenkörper vorgesehen. Die Lärmvorsorge sei ebenfalls ein Schwerpunkt der Maßnahme. Daher würden „alle erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen vorgenommen, um die gültigen Immissionsgrenzwerte einzuhalten“.