Lockerungen in der Corona-Krise Gallo will Infektions-Obergrenze prüfen

Saarpfalz-Kreis · Der Landrat des Saarpfalz-Kreises, Theophil Gallo, hält es für möglich, dass bei den Corona-Neuinfektionen früher eingegriffen werden muss, als es die allgemein verabredete Obergrenze zulässt. Zudem forderte er mehr Hilfe von Bund und Land.

 Lockerungen gehen in der Corona-Krise mit einem Notfallmechanismus einher. Gibt es zu viele Neu-Infektionen, muss eingegriffen werden.

Lockerungen gehen in der Corona-Krise mit einem Notfallmechanismus einher. Gibt es zu viele Neu-Infektionen, muss eingegriffen werden.

Foto: dpa/Hans Klaus Techt

Es gibt immer weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen und die Rufe derer, die noch ausharren und nicht weitermachen dürfen, werden immer lauter. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite ist das Virus weiter im Umlauf. Anstatt einheitlicher Regelungen in den Bundesländern, wer was wieder darf, geht es nun in unterschiedlichem Tempo voran, es gibt aber eine Obergrenzen-Klausel. Mit der Bundesregierung wurde eine Art Notfall-Mechanismus verabredet: Wenn sich in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mehr als 50 Menschen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen neu infizieren, sollen die Vorgaben wieder verschärft werden. Davon ist man im Saarpfalz-Kreis derzeit laut den dokumentierten Zahlen weit entfernt. So stieg die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen vom 4. bis zum 11. Mai von 325 auf 332 Fälle, wovon 285 wieder genesen sind. Insgesamt sind seit Beginn der Aufzeichnung 14 Menschen gestorben, stark betroffen dabei das Seniorenheim „Haus am Berg“ in Blieskastel mit mittlerweile sechs Toten.