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Saarpfalz-Kreis: „Junge Biosphäre“ geht in die Verlängerung

Junges Engagement im Bliesgau: : „Junge Biosphäre“ geht in die Verlängerung

Der Saarpfalz-Kreis übernimmt bis Ende 2021 die Trägerschaft des Projekts, das dem Nachwuchs die Biosphäre näherbringen will.

Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umwelt – junge Menschen, die sich in diesen Bereichen engagieren wollen, können weiter auf die Unterstützung der „Jungen Biosphäre“ zählen. Neuer Träger des Projektes, das bis Ende 2021 verlängert wurde, ist laut eigener Mitteilung der Saarpfalz-Kreis. Kooperationspartner bleibt der Biosphärenzweckverband Bliesgau, der auch die Büroräume für die Projektleiterin Carmen John stellt.

Landrat Theophil Gallo, der auch Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes ist, bekräftigt: „Es gibt viele für Nachhaltigkeit engagierte junge Menschen. Das belegt die „Fridays for Future“-Bewegung. Unser Anliegen zum Projektstart war es schon vor drei Jahren, junge Menschen für die Themen der Biosphäre Bliesgau zu gewinnen. Im zurückliegenden Projektzeitraum diskutierten sie in Wochenend-Foren, tauschten Ideen aus, krempelten die Arme hoch und realisierten kleine Projekte in ihren Heimatorten. Diese vielen positiven Initiativen möchten wir weiterführen und durch die Trägerschaft des Kreises stützen. Auch die Unesco-Kommission hat sich deutlich dafür ausgesprochen, die Arbeit der ‚Jungen Biosphäre’ nach Ende der offiziellen Projektlaufzeit fortzuführen.“

Mit der Weiterführung der „Jungen Biosphäre“ wird direkt an der Umsetzung des Kreisentwicklungskonzepts zur Beteiligung junger Menschen angesetzt. Insbesondere solle dabei das Zugehörigkeitsgefühl junger Menschen zum Kreis und zur Biosphäre und die Identifikation von Jugendlichen mit der Region gestärkt werden, so der Kreis. Langfristig könne das dazu beitragen, der Abwanderung der jungen Generation aus dem ländlichen Raum entgegen zu wirken.

Im Oktober 2016 ist die „Junge Biosphäre“ als Kooperationsprojekt des Landesjugendrings Saar mit dem Biosphärenzweckverband Bliesgau, dem Ökologischen Schullandheim Spohns Haus und dem Jugendamt des Saarpfalz-Kreises initiiert worden. Jugendliche aus der Region wurden hier in die Entwicklung des Biosphärenreservates eingebunden. Durch Kleinprojekte und Workshops rund um das Thema nachhaltige Entwicklung haben sie hier wichtige Beiträge geleistet und wertvolle Impulse gesetzt. Möglich war das durch die dreijährige Leader-Förderung des Projekts mit 110 976 €, davon 75 Prozent Mittel der Europäischen Union aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und 25 Prozent Mittel des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

„Mit der „Jungen Biosphäre“ ist es uns erstmals gelungen, ein für junge Menschen so wichtiges und erfolgreiches Projekt zu verstetigen. Darüber freuen wir uns besonders. Ist doch nachhaltiges Bilden und Handeln vor Ort gerade angesichts des zu bekämpfenden Klimawandels notwendiger denn je“, erklärt Tobias Wolfanger, Vorsitzender des Landesjugendrings Saar. Zahlreiche Projekte, vom Bau eines Insektenhotels über Streuobstwiesen abzuernten bis hin zu Kochkursen zur Resteverwertung konnten in den vergangenen Jahren umgesetzt werden.

Durch das ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen in ihrer Heimat sei eine engere Identifikation mit der Region gelungen. Dies soll auch weiter ein Hauptziel der „Jungen Biosphäre“ bleiben. Projektleiterin Carmen John freut sich dabei auf viele neue Ideen und Impulse von Jugendlichen: „Die Beteiligung junger Menschen an den Gestaltungsprozessen ihrer Heimat ist enorm wichtig und stärkt vor allem auch die Strukturen im ländlichen Raum. Deshalb setzen wir weiterhin darauf, dass die Jugendlichen selbst Ideen entwickeln, was sie konkret in ihrer Umgebung an Projekten oder Workshops durchführen wollen. Ich unterstütze sie dann bei der Umsetzung. Ich bin gespannt, was wir gemeinsam in den nächsten zwei Jahren auf die Beine stellen werden.“

Die beeindruckende Natur der Biosphäre auch dem Nachwuchs näherzubringen, das ist das Ansinnen der Aktion „Junge Biosphäre“. Foto: Tobias Fuchs

Interessierte können sich per E-Mail an c.john@biosphaere-bliesgau.eu oder unter Telefon (0 68 42) 9 6 00 90 melden.