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Saarlandligist aus Jägersburg mit gleich mehreren Baustellen

FSV Jägersburg und das Virus : Die Corona-Krise sorgt für Einbußen

Der FSV Jägersburg muss derzeit, wie viele andere, kleinere Brötchen backen. Die Einnahmen aus Spielbetrieb, Sportheim und Theaterabenden sind weggebrochen.

Schon seit Tagen zeigen sich Rasen- und Kunstrasenplatz der Alois-Omlor-Sportanlage in Jägersburg einsam und verlassen. Im Sportheim und der angebauten Alois-Omlor-Halle des Fußball-Saarlandligisten FSV sind die Rollläden unten. Nichts geht mehr, seitdem der Sport- und Spielbetrieb wegen der Corona-Epidemie ruht.

 Nicht nur die Fußballer sind zur Untätigkeit verurteilt, auch die Schauspieler der FSV-Theaterabteilung sind enttäuscht. Unter der Leitung von Dieter Kornbrust sollte nicht nur an den letzten beiden März-Wochenenden samstags und sonntags, sondern auch am 4. April das Theaterstück „Geht die Katze, freuen sich die Mäuse“ aufgeführt werden. „Wochenlang haben wir geprobt und auch einiges an Kosten gehabt, wie unter anderem für Bühnenbild und Kostüme. Nun müssen wir leider unseren Freunde und Gästen mitteilen, dass wir wegen des Versammlungsverbotes nicht auftreten können“, so Kornbrust. Damit die Arbeit im Vorfeld der Premiere, die für das vergangene Wochenende geplant war, nicht umsonst war, will das Ensemble die fünf Vorstellungen im nächsten Jahr nachholen. Genaue Termine gibt es noch nicht. Bis zu diesem Zeitpunkt sind verkaufte Eintrittskarten gültig.

Wer möchte, kann die Karten aber auch im Sportheim zurückgeben. FSV-Vorsitzender Martin Germann: „Mit der Rückerstattung muss man noch warten, bis das Sportheim wieder geöffnet werden kann.“ Überhaupt fehlen nun der Theaterabteilung nach der Rückerstattung dann rund 4500 Euro, denn für die abgesagten fünf Aufführungstermine gab es nur noch ganz wenige Restkarten. Gut 600 Besucher wären zu den Theaterabenden gekommen.

 Auch die Fußballabteilung des FSV steht wegen des unterbrochenen Spielbetriebs in der Saarlandliga und in der Verbandsliga Nord-Ost vor Problemen. Wegen des geschlossenen Sportheims fehlen hier die Einnahmen während der Woche und an den Heimspielen der beiden aktiven Mannschaften. „Die Kosten bleiben aber. Wir haben einige Vertragsspieler im Saarlandligateam und auch unsere beiden Plätze müssen ja weiter gepflegt werden“, so Germann. Es fehlen neben den Einnahmen aus dem Sportheim auch die der Heimspiele. Dazu müsse man sehen, wie sich die Sponsoren verhalten. Bandenwerbung um das Spielfeld, am Sportheim und Halle ergäben bei Stilllegung des gesamten Spiel- und Trainingsbetriebs auch wenig Sinn. Germann hofft auf Hilfe seitens des saarländischen Fußballverbandes und vom DFB. „Es ist die Rede davon, dass kleine Amateurclubs Hilfen erhalten könnten. Aber das ist alles erst mal angedacht. Man muss abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt.“ Dies gilt auch für die weitere Planung der Saison. „Bei allen Problemen für unsere Fußballmannschaften, Theaterabteilung und Saisonplanungen, erst einmal steht die Gesundheit der Menschen im Blickpunkt und die Bewältigung der Corona-Pandemie“, so Germann. „Es gibt mit Sicherheit zurzeit Wichtigeres als Fußball und Theateraufführungen.“