Rotes Haus und grüner Bus

Homburg. Das spezifische Angebot für ältere und demenzkranke Menschen hat sich mit der Einrichtung des neuen Tageszentrums Café Kaiser erweitert. "Wir alle werden älter", betonte der Geschäftsführer der Psychosozialen Projekte Saarpfalz (PSP), Horst Schneider, bei der offiziellen Einweihung des Tageszentrums in der Kaiserstraße 29 in Homburg (wir berichteten)

Homburg. Das spezifische Angebot für ältere und demenzkranke Menschen hat sich mit der Einrichtung des neuen Tageszentrums Café Kaiser erweitert. "Wir alle werden älter", betonte der Geschäftsführer der Psychosozialen Projekte Saarpfalz (PSP), Horst Schneider, bei der offiziellen Einweihung des Tageszentrums in der Kaiserstraße 29 in Homburg (wir berichteten).Angesichts des wachsenden Bedarfs sei eine Professionalisierung mit einer fachgerechten Betreuung demenzkranker Menschen nötig gewesen. Seit dem Start des Projektes 2005 in Zusammenarbeit mit Pro Mensch in Limbach und dem Universitätsklinikum im Tageszentrum Café Goethe habe sich die Betreuung demenzkranker Menschen immer mehr erhöht, erklärte Schneider. 2010 sei die Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus Haus der Begegnung in Erbach ausgebaut worden. Das Angebot des Tageszentrums wurde auf drei Tage in der Woche für mittlerweile 16 betreute Personen erweitert.

Aus diesem Grund habe man 2010 Totomittel zwecks Ausbau des Projektes zum täglichen Angebot einer Betreuungsgruppe mit einer regulären Personalisierung. Im gleichen Jahr hätten die Psychosozialen Projekte das Haus in der Kaiserstraße 29 gekauft und es 2011 grundrenoviert. "Kauf und Renovierung haben wir komplett aus Eigenmitteln und mit rund 40 bis 50 Prozent Eigenleistung bei der Renovierung bestritten", erläuterte der PSP-Geschäftsführer, dessen Dank vor allem dem Handwerkertrupp sowie allen Helfern galt. "Ihr habt hier eine tolle Arbeit geleistet". Er dankte aber auch dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins, Hans Wollny, der das Projekt von Beginn an begleitet und Mitarbeiter geschult habe und auch -wenn Not am Mann war- beim Fahrdienst mitgeholfen habe. Schneider bedankte sich zudem beim Saarpfalz-Kreis, der das Projekt in all den Jahren zusätzlich gefördert habe. Mit der finanziellen Unterstützung durch Stadt, Kreis, Kreissparkasse und der Glücksspirale wurde auch ein neuer Bus für den Fahrdienst angeschafft.

"Jetzt haben wir ein leuchtend rotes Haus und einen grünen Bus", stellte Schneider fest. Seit Oktober 2011 gibt es im neuen Tageszentrum Café Kaiser für mittlerweile 24 Personen an sechs Tagen ein Betreuungsangebot. Das Café Kaiser biete mit seinem Knowhow und seinen Fachpflegekräften, die im Umgang mit demenzkranken Menschen erfahren seien, eine stundenweise Entlastung für daheim pflegende Angehörige an, erklärte Schneider.

"Demenz ist ein Thema, das uns alle beschäftigt", betonte Bürgermeister Klaus Roth. Er lobte das Engagement und die Eigeninitiative der PSP, mit dem Café Kaiser sowie dem Café Goethe zwei Anlaufstellen für demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen geschaffen zu haben: "Ein solches Angebot ist unschätzbar". Mit der Inbetriebnahme sei "einer der letzten Wünsche der PSP in Erfüllung gegangen", freute sich auch der Vorsitzende des Kuratoriums der PSP-Stiftung, Hans Wollny. "Ihr habt hier eine

tolle Arbeit geleistet."

Horst Schneider

Auf einen Blick

Die Psychosozialen Projekte Saarpfalz (PSP) gemeinnützige GmbH wurde 1983 gegründet und versteht sich als Teil des gemeindenahen psychiatrisch-psychosozialen Verbundsystems im Saarpfalz-Kreis. Geschäftsführer ist Horst Schneider. Die PSP sind Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland. Das neue PSP-Tageszentrum Café Kaiser befindet sich in der Kaiserstraße 29 in Homburg. Geöffnet ist es montags, mittwochs und freitags, jeweils von 14 bis 18 Uhr, dienstags, donnerstags und samstags, jeweils von zehn bis 15 Uhr. Weitere Informationen unter Telefon (0 68 41) 93 43 22 im Café Kaiser oder in der PSP-Geschäftsstelle, Goethestraße 2, unter Telefon (0 68 41) 9 34 30. re