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Rockdogs bei Live am Biotop in Beeden

Konzertreihe „Live am Biotop“ in Beeden : Rockdogs rockten im Trockenen

Wegen des Regenwetters zog die Beeder Musik-Reihe „Live am Biotop“ beim jüngsten Konzert in die Halle um.

Lange hatte die gut besuchte Reihe „Live am Biotop“ großes Glück mit dem Wetter – allenfalls mal ein kleiner Regenguss störte die Konzerte, die draußen vor dem Sportheim des SV Beeden stattfanden und den Biergarten beschallten. Die Gäste konnten zudem den herrlichen Sonnenuntergang hinter dem Biotop genießen – doch alles hat irgendwann mal ein Ende. Und zum Glück besitzt der Sportverein, der letztes Wochenende auch noch Kerb feierte, eine gut überdachte Alternative, nämlich die große Turnhalle. Dort hinein wurde kurzerhand das Konzert des Trios Rockdogs verlegt.

Das erforderte natürlich einiges an Energie: „Wir haben heute morgen um 10 Uhr alles reingeräumt, das ist ein riesiger Aufwand. Nächste Woche ist wieder Schulsport hier drin, da kann man ja nichts stehenlassen“, sagte der Vorsitzende des SV Beeden, Achim Müller. 200 Leute hätten nach den Coronabestimmungen in die Halle kommen dürfen, etwa 100 waren am Ende dort. Sie hörten die guten alten Klassiker der Rockmusik: „Another Brick in the Wall“, „Honky Tonk Woman“, „Proud Mary“, „Black Magic Woman“ oder „Smoke on the Water“.

Zwischen 1968 und 1978 dürften all diese Songs geschrieben worden sein, sozusagen in der Jugend der auftretenden Musiker. Der bekannte St. Ingberter Gitarrist Gerhard Lang, der neulich schon mit Times and Tales bei „Live am Biotop“ gespielt hatte, ist 65 Jahre alt, Bassist Edwin Donner aus Friedrichsthal ebenso. Der „Youngster“ des Trios ist der Schlagzeuger Salva Engel mit 57 Jahren. Der Homburger hat die Band vor vier Jahren gegründet. Da der reguläre Bassist Wolfgang Bode und auch sein Stellvertreter Wolfgang Benki ausfielen, sprang Edwin Donner ein. „Die Band spielt sowieso nur auf Anfrage, wir proben dann kurz vorher einmal“, erzählte Gerhard Lang, der sich beim Gesang mit Donner abwechselte. Leider litt der Sound ein wenig unter der großen Turnhalle, in der es ordentlich schallerte. Ansonsten stellte Lang einmal mehr unter Beweis, dass er zu den besten saarländischen Rockgitarristen gehört. Engel und Donner lieferten die solide Basis, die es bei einer Rockband braucht. Trotzdem: Zu dieser energetischen Musik hätte besser ein stehendes, mittanzendes und -singendes Publikum gepasst. Die Resonanz war, gemessen am Applaus, gut. Allerdings wurde an Müller von einzelnen Gästen auch der Wunsch herangetragen, die Band möge nicht ganz so laut spielen. Das war rein klangtechnisch bei einem so temperamentvollen Schlagzeuger wie Engel aber gar nicht möglich. So blieb am Ende das Fazit: „Live am Biotop“ geht auch in der Halle. Aber draußen ist’s schöner.