„Rhythmen gehören zum Leben“

Der Seele Raum geben und den Zuhörern eine Stunde Besinnung verschaffen, wollte die Musikschule bei ihrem Adventskonzert erreichen. Dies gelang unter anderem bei den Klängen eines Celloensembles oder eines Blockflötenduos.

Zu ihrem Adventskonzert hatte die Musikschule Homburg in die protestantische Stadtkirche eingeladen (wir berichteten). Schülerinnen und Schüler sowie Ensembles der Schule in unterschiedlicher Besetzung gestalteten das Konzert und stimmten die Zuhörer mit adventlicher und weihnachtlicher Musik an diesem Abend auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Mit einem abwechslungsreich zusammengestellten Programm bildete dieses musikalische Aufführung den Abschluss einer ganzen Reihe von Veranstaltungen am Ende eines ereignisreichen Musikschuljahres, das vom Umzug der Musikschule an den neuen Standort nach Erbach geprägt war.

"Rhythmus gehört zum täglichen Leben dazu", betonte die Leiterin der Homburger Musikschule, Carola Ulrich. "Rhythmen geben Zeit zum Aufatmen, der Seele Raum zum Innehalten und zum Entspannen." Die Adventszeit sei eine ganz besondere Zeit, eine Zeit der Stille, der Vorfreude und der Erwartung, so Ulrich. Sie gebe Raum, sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten, sei geprägt von Farben, Düften, Lichterglanz und Musik.

Mit der mittlerweile 15. Auflage des Adventskonzertes der Musikschule stehen den Zuhörern "eine Stunde der Musik, der Ruhe und Besinnung bevor", wandte sich Ulrich an die Musikfreunde in der Stadtkirche. Das Ziel des Konzerts war es, Abstand vom Alltagstrubel zu finden, eine besinnliche Stunde abseits von Hektik und Stress in Beruf und Familie zu genießen und über den Umgang mit der Zeit nachzudenken.

Eröffnet wurde das Adventskonzert von Marie Luise Liebel (Orgel ) aus der Klasse von Rainer Oster mit dem "Choralpräludium" von Johann Pachelbel . Das Celloensemble unter Leitung von Birgitta Lauer-Müller verzauberte ebenso die Besucher wie das Blockflöten-Duo Alexander Laufs und Elisabeth Weyers, das "Drei weihnachtliche Bicinien" von Michael Prätorius erklingen ließ, sowie Ewgenija Dubinowskaja (Klavier) im Duett mit Isabella Juckenhöfel (Violine). Das Streicherensemble unter der Leitung von Markus Lein brachte unter anderem die Volksweise "Zu Bethlehem geboren" als auch "Die Nacht ist vorgedrungen" nach der Melodie von Johannes Petzold zu Gehör. Abgerundet wurde das Konzert von Wilfried Bohn, der Texte von Ludwig Burgdörfer vortrug. Zum Abschluss wünschten die Streicher mit "Der Sommer" aus "Verano Porteno" von Astor Piazzolla ein geruhsames und gesegnetes Weihnachtsfest.

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Auf einen BlickAm Adventskonzert der Musikschule Homburg beteiligten sich Marie-Luise Liebel (Orgel ) aus der Klasse Rainer Oster, das Celloensemble mit Luisa Theobald, Miriam Link, Naomi Seitz, Katharina Fritzler und Ella Gronwald (Leitung: Birgitta Lauer-Müller), das Blockflöten-Duo Elisabeth Weyers (Altblockflöte) und Alexander Laufs (Sopranblockflöte), Ewgenija Dubinowskaja (Klavier) und Isabella Juckenhöfel (Violine), das Streicherensemble mit Irina Barbulescu, Annika Brill, Erhard Henkes, Julian Schorr und Peter Liebel (Violine), Stephan Hölzer und Hans-Peter Weigold (Cello), Dorothee Henkes (Orgel ), Michael Jung (Akkordeon), Endi Caspar (Gitarre) unter der Leitung von Markus Lein sowie Wilfried Bohn, der die Texte beisteuerte. re