Petition Reiskirchen: Reiskircher wehren sich gegen A 6-Ausbau-Plan

Petition Reiskirchen : Reiskircher wehren sich gegen A 6-Ausbau-Plan

Die Richardstraße soll Zufahrt zur Autobahn bleiben und nicht abgeschnitten werden. Das ist das Ziel einer Online-Petition.

Ein großer Streitpunkt rund um den Ausbau des bestehenden Autobahn-Anschlusses Homburg/Bexbach ist, dass durch die Erweiterung von zwei auf drei Auf- und Abfahrten die Reiskircher Richardstraße (L218) nicht mehr als Zubringer zur A 6 genutzt werden kann, sie soll abgehängt werden. Dagegen wehren sich nun Bürger mittels einer Online-Petition auf der Internet-Plattform „www.change.org“. Ziel der von Pascal Donauer gestarteten Petition ist es, die Richardstraße auch weiterhin als Zufahrt zum Autobahnanschluss nutzen zu können.

Das Nein zu den aktuellen Planungen begründet Donauer so: „Dies ist unannehmbar, weil hierdurch die Pendler aus Reiskirchen und dem oberen Erbach bei ihrem Weg zur Arbeit und zurück einen täglichen Umweg von rund zehn Kilometern in Kauf nehmen müssen.“ Auch, so Donauer, führten die Planungen dazu, dass Erbach, Kleinottweiler und Jägersburg stärker von Verkehr belastet würden. „Die Anwohner werden zukünftig deutlich mehr Verkehr, Abgase und Lärm ertragen müssen. Weiterhin ist absehbar, dass die Kreuzungen Dürerstraße/Berliner Straße, Berliner Straße/Bexbacher Straße und der Kreisverkehr Berliner Straße/Berliner Wohnpark in Erbach sowie die Kreuzungen Saarpfalzstraße/Kleinottweilerstraße in Jägersburg und die Kreuzung an der Ortszufahrt Kleinottweiler in Richtung Bexbach/Homburg zukünftig chronisch überlastet sind.“ Die Lösung ist für Donauer klar: „Daher ist es dringend erforderlich, die Richardstraße als Autobahnzubringer zu erhalten. Dies wäre möglich durch einen Kreisverkehr statt der Drei-Ohren-Lösung oder durch einen Kreisverkehr in der zukünftigen Zufahrt auf die Autobahn in Richtung Kaiserslautern, an dem die Richardstraße angeschlossen wird.“ Bislang hat die Online-Petition 172 Unterstützer gefunden. Zieladressen der Aktion sind das Bundesverkehrsministerium, der Landesbetrieb für Straßenbau Saarland, die Stadt Homburg und der Landtag des Saarlandes.

Ziel von Plattformen wie „www.change.org“ ist, Konfliktparteien ins Gespräch zu bringen und so Lösungen im Dialog zu finden. Diese Form der Online-Petition steht in keinem Zusammenhang mit den Möglichkeiten, beim Petitionsausschuss des Bundestages oder entsprechender Stellen der Länderparlamente offizielle Gesuche einzureichen – vielmehr handelt es sich um eine „nicht-offizielle Online-Petition“, die keine Rechtswirkung hat.

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