Rechnungen werden gemeinsam geprüft

Rechnungen werden gemeinsam geprüft

Saarpfalz-Kreis. Einen deutlichen Schritt hin zur Effizienzsteigerung und Kostenminimierung im kommunalen Verwaltungsbereich hat der saarpfälzische Kreistag am Mittwochabend beschlossen: Einstimmig sprachen sich die Kreistagsmitglieder dafür aus, im Rahmen einer sogenannte Kommunalen Kooperation ein gemeinsames Rechnungsprüfungsamt für den Saarpfalz-Kreis und die Stadt Homburg einzurichten

Saarpfalz-Kreis. Einen deutlichen Schritt hin zur Effizienzsteigerung und Kostenminimierung im kommunalen Verwaltungsbereich hat der saarpfälzische Kreistag am Mittwochabend beschlossen: Einstimmig sprachen sich die Kreistagsmitglieder dafür aus, im Rahmen einer sogenannte Kommunalen Kooperation ein gemeinsames Rechnungsprüfungsamt für den Saarpfalz-Kreis und die Stadt Homburg einzurichten. Basis diesen Entschlusses wird eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung auf Basis des Paragrafen 17 des Gesetzes über die kommunale Gemeinschaftsarbeit und des Paragrafen 119 des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes sein. Diese nun verabschiedete Vereinbarung regelt, dass die Stadt Homburg die Durchführung von Pflichtprüfaufgaben an das Rechnungsprüfungsamt des Saarpfalz-Kreises überträgt. Dazu stellt die Homburger Verwaltung auch zwei Prüferstellen an die Kreisverwaltung ab. In Kraft tritt die Vereinbarung, die der Homburger Stadtrat schon 29. September verabschiedet hatte, am 1. Januar 2011, sie ist vorerst auf einen Probezeitraum von zwei Jahren begrenzt. Landrat Clemens Lindemann, der diese interkommunale Zusammenarbeit als "eine der letzten Stellschrauben, um Kosten zu senken" wertete, bezeichnete diesen Schritt hin zu einer Zusammenfassung gleichartiger Aufgabenbereiche innerhalb öffentlicher Kommunalverwaltungen dabei folgerichtig als zukunftsweisend. Er machte auch klar, dass die nun zwischen der Stadt Homburg und dem Saarpfalz-Kreis getroffene Vereinbarung zur gemeinsamen Wahrnehmung des Rechnungsprüfungswesens nur ein erster Schritt sei. "Dies ist ein Einstieg. Da wird es noch mehr geben." Axel Ulmcke (FWG) nannte hier, in Fortführung der Gedanken Lindemanns, Dienste wie Poststelle, Hausmeisterdienste oder Empfang als gemeinsam betreibbar. "Das heute ist ein guter Anfang, ist aber mit Sicherheit nicht das Ende der Fahnenstange. Ich hoffe, es geht so weiter."